Wieder einmal was zum nachdenken

«Es ist KEIN Zeichen geistiger Gesundheit, sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können.»

Jiddu Krishnamurti (indischer Gelehrter und Philosoph)

Was machen wir täglich, wir rennen der Schafherde nach, ohne eigene Meinung, ohne Rückgrat, lassen uns unterdrücken und manipulieren, nur, dass wir dabei sind. Wie gestört unsere Gesellschaft ist, sehen wir alle täglich, unter uns, im Fernsehen…

«Ich habe gehört und dann habe ich’s halt gemacht», ist so ein Satz in unserer Sprechstunde. «Oder man sagt doch…» Kaum ein Mensch informiert sich sachlich (Bücher, wervolle Internetseiten…) und bildet sich dann seine eigene Meinung.

Deshalb haben wir auch Medikamentenmissbrauch und operative Eingriffe, die nur dazu dienen die Kliniken finanziell zu unterstützen.

Wie wir in den letzten Tagen gelesen haben, steigt die Krankenkassenprämie im nächsten Jahr 6,5 %. Neu seien es nur noch 4 %. Im November liegt die Zahl nun bei 5,4 %. So wird «gewurschtelt». Keiner weiss etwas konkret, jeder nennt andere Zahlen.

Nur weil wir nichts mehr über unseren Körper wissen und wegen jedem Wehwehchen zum Arzt rennen und unbedingt auch Pillen oder Spritzen haben wollen, steigen die Kosten jedes Jahr… Wir akzeptieren sogar überflüssige Spitalbesuche über Tage und Wochen, wo Patienten nur mit Schmerzmittel vollgepumpt werden. Wir akzeptieren völlig unnötige operative Eingriffe. Da werden Rücken versteift, Hüftprotesen eingesetzt und wenn das noch keine Schmerzlinderung bringt, werden halt die Kniegelenke auch noch ersetzt. Und siehe da, der Ischiasschmerz ist immer noch da. Wen wunderts? Niemand. Der Patient weiss nichts, der Arzt noch weniger. Doch er verdient wenigstens gut bei seinen Handlungen.

Hinzu kommen jetzt neue Schmerzen bei Hüften und Knien… Der Patient, ja der ist selber schuld und wird nun halt zum Psychiater weiterverschrieben. Der greift in seine Wunderkiste und drückt dem Patienten Psychopharmaka in die Hände. Und der «gscheite» Patient schluckt diese Dinger auch noch und meint schon bald, ohne diese kann ich gar nicht mehr leben. Das ist korrekt, den die Pillen stürtzen den Patienten in Panik, vor allem wenn er sie absetzen will. Übrigens an Schmerzen leidet er weiter…

Denken Sie daran, dieses Beispiel ist keine Seltenheit. Solche Klienten haben wir zwei- bis dreimal im Monat bei uns in der Sprechstunde.

«Es ist leichter, Menschen zum Narren zu halten, als sie davon zu überzeugen, dass sie zum Narren gehalten werden.»

Mark Twain

Die neusten Schlagzeilen aus den Medien vom November 2015:

Nirgends gibt es so viel Pflege wie in der Schweiz.

Ich war in den letzten Wochen mehrmals in Basler Kliniken und staunte tatsächlich wieviele PflegerInnen, Schwestern, Assistenzärzte… in den Gängen und Zimmern unterwegs sind. Haben wir bald mehr Krankenhausangestellte als Patienten?

Wie das BAG das Kostenwachstum dämpfen will

In der Schweiz verbringen Menschen 350’000 unnötige Tage pro Jahr im Spital. Das soll sich ändern, sagt der Vize-Direktor des Bundesamtes für Gesundheit.

Hat das BAG überhaupt etwas zu sagen? Denn Pharmafirmen und ihre starke Lobby in Bern beglückwünschen jeden Tag mehr im Spital.