Was kann man mit MRI/MRT-Aufnahmen sonst noch machen?

Der weltbekannte Bariton Michael Volle hat an einer Studie des Freiburger Instituts für Musikermedizin teilgenommen, in der die Stimme von Hochleistungssängern untersucht wird: Im Magnetresonanztomographen (MRT) singt Volle Wolframs „Lied an den Abendstern“ aus Wagners Tannhäuser. Im Video sehen Sie die beeindruckenden Aufnahmen, die dabei entstanden sind.

Die Studien wurden vor allem mittels dynamischer Kernspintomographie (MRI) durchgeführt. „Dadurch, dass Magnetresonanztomographie keine Röntgenstrahlung hat, sind die Untersuchungen für die Probanden nach heutigem Stand der Wissenschaft unbedenklich. Der Einblick, den uns die Sänger gewähren, ist hierbei einzigartig und lässt uns das wichtigste Kommunikationsmittel des Menschen, nämlich seine Stimme, besser verstehen“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. Matthias Echternach.

Die frei zugängliche Publikation in dem wissenschaftlichen Journal PLOS ONE finden Sie hier: https://dx.doi.org/10.1371/journal.pon…

Neben der Stimmforschung hat die Arbeitsgruppe um die Freiburger Musikermediziner eine Lehr-DVD verfasst, in der diese Technologie auch für das Verständnis der physiologischen Abläufe bei Blasinstrumentalisten angewendet wurde (https://www.youtube.com/watch?v=4Xo63…). Neben den Analysen mittels MRI, untersucht die Arbeitsgruppe auch die Stimmlippenschwingungen mit Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von 20.000 Bildern pro Sekunde. Hierdurch wurde es erstmalig möglich, auch sehr hohe menschliche Stimmlagen, wie etwa bei der Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte, zu analysieren.