Vitamin D: Rachitis, starke Knochen und Zähne

Können Vitamin D3 oder Lebertran Rachitis heilen, Zähne und Knochen stärken? Nein, so einfach geht das nicht.

Es sind weitere Voraussetzungen notwendig, damit der Körper tatsächlich profitieren kann.

Ungebrochen hält sich die profitable Mär vom Vitamin-D-Mangel. Vitamin D wird in der Haut unter Sonneneinstrahlung gebildet. Da die Sonne im Winter weniger lang und stark scheint, leiden wir angeblich auch alle an einem Defizit. Das ist aber Unsinn: An die natürlichen Schwankungen der Sonnenstärke im Lauf der Jahreszeiten sind wir Europäer evolutionär perfekt angepasst. Daher reichen uns tägliche zehn Minuten Bewegung an der frischen Luft, am besten zur urheimischen Mittagszeit, um genügend Vitamin D zu produzieren, sonst wären unsere Vorfahren ja bereits ausgestorben. Lediglich Menschen mit dunkler Haut, die an eine ganzjährig höhere Sonneneinstrahlung gewöhnt sind, bedürfen einiger Minuten mehr. Die Werbung will uns dagegen glauben machen, dass unser Immunsystem ohne künstliche Vitamin-D-Supplementierung zusammenbräche.

[3] Kleine, G.: Akutes Nierenversagen bei einer gesunden jungen Frau. In: DMW 143/23 (2018). DOI=10.1055/a-0721-3764

Aus urheimischer Perspektive ist es stets das Beste, der Natur nicht ins Handwerk zu pfuschen. Wir raten daher keine künstliche Vergiftung durch die Einnahme synthetischer (Pro-)Hormone (Vitamin D3) zu riskieren. Auch wenn die Mehrheitsmeinung anders denkt.

Quellen unserer Meinung zu Vitamin D und D3:

Manson JAE et al.: Vitamin D Supplements and Prevention of Cancer and Cardiovascular Disease. In: N Engl J Med 2019; 380:33-44
DOI: 10.1056/NEJMoa1809944

Zhao J et al.: Vitamin D deficiency as a risk factor for thyroid cancer: A meta-analysis of case- control studies. In: Nutrition. 2019 Jan;57:5-11.
DOI: 10.1016/j.nut.2018.04.015. Epub 2018 Jun 2.

Powe CE et al.: Vitamin D–Binding Protein and Vitamin D Status of Black Americans and White Americans. In: N Engl J Med 2013; 369:1991-2000
DOI: 10.1056/NEJMoa1306357

Zittermann A, Pilz S: Vitamin D in Klinik und Praxis. In: Aktuel Ernahrungsmed 2016; 41(04): 300-316. DOI: 10.1055/s-0042-110724

DGE: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Frankfurt am Main 2000.

Holick MF: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. In: Am J Clin Nutr. 1995 Mar;61(3 Suppl):638S-645S.
DOI: 10.1093/ajcn/61.3.638S

Quellen: urheimische-notizen.de / Dr. Pandalis

Unsere Meinung:

Mit einer Ernährung aus Schnitzel Pommes, Chicken-Nuggets, Pizzen, Teigwaren, Fast-Food, Süssgetränken, Süssigkeiten usw. können Sie täglich literweise Vitamin D3 oder Lebertrans trinken. Es hat keinen Nutzen und ist eher schädlich.

Glauben Sie also nicht Sprüchen von Gurus, die zum Frühstück 50’000 i.E. Einheiten Vitamin D3 einnehmen und dass es Ihnen deshalb so gut geht. Diese Leute wollen nur, dass Sie bei Ihnen Vitamin D3 kaufen.

Die Sonne: Beste Vitamin D Quelle

Wie entsteht Vitamin D in einem gesund ernährten Körper?

Mit einer gesunden Ernährung entstehen im menschlichen Körper gewisse Fettstoffe, die in der Haut zu finden sind. Zwischen Leder- und Bindehaut wird dabei eine Fettschicht eingelagert. In dieser Fetteinlagerung, die sich sehr schnell und dauernd erneuert, befindet sich ein Bestandteil, der sich Ergosterin bezeichnet. Wird nun dieses Ergosterin von den blauen und violetten Strahlen der Sonne, getroffen, dann tritt in dem Ergosterin eine Wandlung ein. Es verwandelt sich unter dem Einfluss der Lichteinwirkung nacheinander in Lumisterin, Tachysterin und schliesslich in Vitamin D. So wird das Vitamin D im menschlichen Körper beim Aufbau der Knochen, der kalkhaltigen Zellkerne usw. wirksam.

Diese Sonnenbestrahlung darf nicht im Zustand der Ruhe geschehen sondern in Bewegung, Wandern, Joggen oder an der Sonne arbeiten. Es sollte so viel Haut wie möglich gezeigt werden.

Wenn Sie nun doch nicht auf Ihr Vitamin D3 verzichten wollen, denken Sie daran es gehört Vitamin K2 dazu und eine gesunde Ernährung. Denken Sie zudem daran, dass Fisch-Lebertran Schwermetalle enthalten kann.

Ja aber meine Vitamin D-Werte im Blut sind mit Vitamin D3 sofort höher. Ein gutes Argument für viele. Das sehen Sie richtig – im Blut. Aber kann der Knochen und die Zähne auch davon profitieren? Kaum bis gar nicht. Die Knochendichtmessung sagt Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt, es hat nichts gebracht.

Einige fühlen sich mit Vitamin D3 besser. Das kann möglich sein. Es kann aber auch nur der Glaube sein, dass Sie nun etwas Gutes für Ihren Körper tun. Um sicher zu gehen geniessen Sie die Sonne immer wieder für 10 – 15 Minuten am Tag und ernähren Sie sich gesund. Bei Kleinkindern nutzt das Vitamin D3 leider auch nichts.

Anmerkung: Wer Kalziummittel zu sich nimmt verkalkt seine Blutgefässe und sein Gehirn. Die Kalziumaufnahme sollte ebenfalls durch eine gesunde Ernährung geschehen.