Vier Worte können unsere Klienten zum heulen bringen

Ja, Sie lesen richtig.

Wenn wir unseren Klienten sagen:

«Essen Sie echte Lebensmittel».

Beginnen einige zu hirnen… und plötzlich beginnen sie zu heulen (zu weinen).

Wenn wir etwas verdutzt nachfragen, warum sie weinen, hören wir immer, dass sie keine Ahnung haben, was echte Lebensmittel sind. Sie sind der Meinung, dass sie sich gut und modern ernähren.

Sie kaufen beim Grossverteiler oder in einer Snackbude:

  • Fastfood, Junkfood, Fertigprodukte, die sie nur schnell in die Mikrowelle legen müssen oder in den Backofen. Energydrinks, Süssgetränke oder Alkohol soll den Durst löschen.

Sie haben grösste Probleme sich in den Läden zurechtzufinden und sich mit echten Lebensmitteln einzudecken. Sich eine 1/4 oder ein 1/2 Stunde in die Küche zu begeben, um zu kochen oder einen feinen bunten Salat zuzubereiten.

Die Aussagen erstaunen weiter

  • Muss man den Salat waschen oder ist er bereits gewaschen?
  • Ich habe nie gelernt zu kochen
  • bei mir muss es schnell gehen, ich will nur den Hunger stillen, ich habe keine Zeit
  • ich esse unterwegs
  • Mir reichen Cips und Süssigkeiten, dann bin ich voll zufrieden
  • Ich gebe mein Geld für anderes aus
  • Im Restaurant esse ich Pizza, kostet nicht viel, fühle mich danach satt und es geht schnell
  • Ein grosses Steak auf dem Grill genügt, dazu ein Bier, was soll ich mit Gemüse oder Salat, bin doch keine Kuh
  • usw.
  • Und dann kommit die Frage aller Fragen: «Haben Sie kein App mit Menüvorschlägen?» Nein, aber es gibt ja sehr gute Kochbücher, antworten wir. Nur lesen ist halt nicht mehr IN und so ein Buch kostet viel, viel Geld und die Zeit fehlt auch noch es anzuschauen. Und eben lesen und es erst noch zu verstehen, was man gelesen hat, ist schon schwierig. Begreifen wir ja auch.

Doch das alles erstaunt nicht, wenn sich die Mehrheit, immerhin 75 % mit Fertiggerichten versorgen.

Wo endet das?

In einer kranken Gesellschaft. Das brutale dabei ist, sie merken es nicht einmal, wie sie sich krank (fr)essen. Es soll schmecken und so alt möchte man ja gar nicht werden. Also was soll’s? Und doch wollen Sie schmerzfrei und gesund leben, sonst würden sie nicht in unsere Sprechstunde kommen.

Anmerkung: Es sind keineswegs nur junge Leute, die sich so miserabel ernähren.