Tierversuche in der Schweiz: Wieviele Tiere werden gefoltert?

Letzten Juni hat das Bundesamt für Veterinärwesen die Daten über die Anzahl der Tiere veröffentlicht, die letztes Jahr für Tierversuche gebraucht wurden. So wurde die Nachricht vorgestellt: “

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 614.581 Tiere für Tierversuche eingesetzt.

Dies entspricht einem Rückgang um 2,4 % gegenüber dem Jahr 2016. Zwei Drittel der Tiere waren Mäuse. Keines der Tiere wurde für Kosmetiktests verwendet. Gegenüber dem Jahr 2008, als das neue Tierschutzgesetz in Kraft getreten war, ist die Zahl der verwendeten Tiere um mehr als 100.000 gesunken”. Quelle: https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierversuche.html

Es scheint also, dass die veröffentlichten Daten eine positive Realität darstellen, und eine Verbesserung im Gegensatz zur Vergangenheit. Doch wenn man die Zahlen detailliert analysiert, siehe http://www.tv-statistik.ch/fr/statistique-simples/ (in Französisch) und http://www.tv-statistik.ch/de/statistik/ (in Deutsch), sieht die Realität ganz anders aus.

Das Bundesamt für Veterinärwesen besagt, dass “Die Schweiz über eine der weltweit umfangreichsten Rechtsvorschriften über Tierschutz verfügt. Tierversuche unterliegen sehr strengen Regeln”.
Wenn das so wäre, dann müsste die Anzahl der Tiere, die in der Schweiz verwendet werden, geringer sein, als in anderen Ländern. Leider ist das nicht der Fall, denn:

  • die Schweiz bleibt nach wie vor weltweit an erster Stelle, wenn es um Tierversuche geht, mit mehr als 600.000 Tieren pro Jahr;
  • in den letzten 20 Jahren steigt die Anzahl der Forscher, die Alternativmethoden ohne Tiere verwenden weltweit, ausser in der Schweiz, beispielsweise in Italien, wo wir Forschungsprojekte gestartet haben, ist die Anzahl der verwendeten Tiere in den letzten Jahren, um 30% gesunken, und kommt so auf circa 600.000 pro Jahr (das ist genauso viel wie in der Schweiz, jedoch muss man bedenken, dass es in Italien 10 Mal mehr Labore gibt);
  • es wird positiv darüber berichtet, dass die Anzahl um 100.000 Tiere seit dem Jahr 2008 gesunken ist, doch man sagt nichts darüber, dass vor 20 Jahren, nämlich 1998, die Anzahl der Tiere 591.525 betrug, im Gegensatz zu den 614.581 im Jahre 2017;
  • es wird nichts darüber gesagt, dass die aggressiven und makabren Tierversuche um 7,4 % zugenommen haben;
  • die Anzahl der Hunde (unsere Freunde), ist um 76,9 % gestiegen, im Gegensatz zum Vorjahr;
  • die Anzahl der Rinder (liebe, zutrauliche Wesen), ist um 188,8 % gestiegen;
  • die Anzahl der Pferde (unsere Freunde), ist um 92,3 % gestiegen;
  • die Anzahl der Schweine (intelligente Tiere), ist um 33,8% gestiegen;
  • die Anzahl der Amphibien und Reptilien (schöne Tiere und Weltmeister im Überleben), ist um 175,2 % gestiegen;
  • die Anzahl der Fische (aufmerksame und scheue Tiere), die gebraucht wurden, ist um 18,5 % gestiegen;
  • die Anzahl der Tiere, die zur Diagnose menschlicher Erkrankungen gebraucht wurden (d.h. anders als tierische
    Erkrankungen) ist um 66% gestiegen. Obwohl jeder über das Wissen verfügt, dass diese Tierversuche nichts taugen, da Tiere ganz anders ticken als Menschen!
  • in verschiedenen Ländern existiert der Gebrauch von Tieren für didaktische Zwecke gar nicht mehr, oder ist sogar verboten.

Im Gegensatz zum Rest der Welt, verändert sich in der Schweiz, wenn es um Tierversuche geht, gar nichts. Ganz im Gegenteil, in einigen Bereichen wird es einfach nur schlimmer. Genauso wie die Heuchelei, die sie begleitet.

Quelle: orizzonti

Was für eine Schande, was Mensch mit Tieren macht, nur um Geld mit Forschungen für den Abfalleimer zu scheffeln.




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