Trinken

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Müssen wir tatsächlich täglich 2 Liter trinken? Nein!

Das WDR-Magazin «Markt» entlarvt die gängige Trinkempfehlung als cleverer Marketing-Coup der Mineralwasserindustrie.

Lesen Sie hier weiter: https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Taglich-zwei-Liter-trinken–Vergessen-Sies

Anmerkung: Wir werden auch immer wieder gefragt, wieviel wir trinken. Man liest 2 Liter, andere meinen sogar 2,5 bis 3 Liter täglich. Von der Getränkeindustrie gekaufte VIP’s meinen auch, dass wir immer genügend trinken sollen. Immer eine Wasserflasche dabei haben müssen.

Also zu uns: Wir trinken ca. 1 (im Winter) – 1,5 (im Sommer) Liter stilles Wasser, eigentlich wenn wir Durst haben. Hinzu kommen jedoch 2 Glas *Gemüse-Smoothies, *Früchte, *Salat und *Gemüse. So werden wir insgesamt auf 2,5 – 3 Liter Flüssigkeit kommen. *Mit reichlich Nährstoffen.

Sie kommen besser durch die Wüste mit einem Liter, als mit 5 – 10 Liter Wasser. Wie bereits durchgeführte Expeditionen gezeigt haben.

Wieviel soll Mensch trinken?

Beim Mensch muss anscheinend alles geregelt sein – falsch geregelt! Da hören wir Aussagen von 2 Liter täglich. Bei Sportlern 4 bis 12 Liter. Feste Trinkregeln sind jedoch völlig sinnlos, die einfachste Alternative: Nur bei Durst trinken. Der Körper, den wir gut behandeln, sagt automatisch, wann er durstig ist. Das funktioniert bei jedem andereren Lebewesen perfekt. Warum bei uns Menschen nicht? Ganz einfach, weil wir mit unserem Körper nicht gut und korrekt umgehen.

Wir überwässern unseren Körper widersinnig und gefährden so unsere Gesundheit. Die Morbidität und Mortalität infolge Hyperhydratation und z. B. dadurch bedingter Hyponatriämie nehmen kontinuierlich zu, einschliesslich immer häufigerer Todesfälle „überwässerter“ Sportler [1]. „Wasser-Intoxikation“ ist fast schon ein Alltags-Phänomen [1].

Für den evolutionär entstandenen, natürlichen Regelkreis des von Durst und Trinken ist unter anderem das Hormon Adiuretin verantwortlich, das bei Wassermangel von der Hypophyse freigesetzt wird. Das Hormon gelangt über das Blut zu den Sammelrohrepithelzellen der Niere und steigert nach Bindung an spezifische Rezeptoren die Wasserpermeabilität. Adiuretin vermindert die Harnausscheidung und versorgt so den Organismus mit ausreichend Flüssigkeit. Dies ist ein besonders sinnvoller Mechanismus in Notsituationen, wenn die Dürre lauert und der Harn in den Nieren extrem konzentriert wird. Beim Trinken ohne Durst stören wir das Gleichgewicht der fein ausgeklügelten Systeme des menschlichen Körpers und das antidiuretische Hormon wird ausser Kraft gesetzt. Beim Trinken ohne Durst können unnatürlich viele der notwendigen Mineralsalze aus dem Körper ausgeschwemmt werden.

  1. Noakes TD, Goodwin N, Rayner BL, Branken T, Taylor RK: Water intoxication: a possible complication during endurance exercise. Med Sci Sports Exerc. 1985 Jun;17(3):370-5 (Kurzfassung, engl.).
  2. Gill M, McCauley M: Psychogenic polydipsia: the result, or cause of, deteriorating psychotic symptoms? A case report of the consequences of water intoxication. Case Rep Psychiatry. 2015;2015:846459 (Kurzfassung, engl.).

Quelle: urheimische-medizin.de

Wie kommt man am besten durch die Wüste?

a) mit 6000 kcal (Kalorien) und 10 Liter Wasser oder
b) mit 600 kcal und 1 Liter Wasser?

Sie werden staunen. B ist korrekt. Bei einem 500 Km-Lauf durch die Wüste mussten alle Spitzensportler (a) nach einem Drittel aufgeben. Die anderen (b) kamen alle ans Ziel.

Quelle: Dr. Galina Schatalova

 

Interessant: Wie ein Hund trinkt?

Mahlzeiten verdauen und Getränke trinken

Viele Menschen haben das Problem, dass sie ihre Mahlzeiten nicht gut verdauen können. Das hat zum Teil mit einer hastigen Nahrungszufuhr zu tun. Die Nahrung wird nur kurz gekaut und hinuntergeschlungen. Wie Hunde essen heute moderne Menschen. Zwei-, dreimal beissen und dann wird die Nahrung geschluckt.

Nahrung sollte immer gut durchgekaut und eingepeichelt werden. So dass die Nahrung regelrecht zu einem Brei im Mund wird.

Der Magen kann so wesentlich besser und schneller verdauen. Ca. 30 Minuten vor der Nahrungsaufnahme und bis zu zwei Stunden (bei Fleischgerichten) danach sollte nichts getrunken werden. Oder nur kleine Mengen stilles Wasser. Wer zur Mahlzeit trinkt, vor allem auch kohlensäurige Getränke, schwächt die Magensäure. So geht der Verdauungsprozess wesentlich länger. Oder Nahrung kommt zu wenig verdaut sauer in den basischen Zwölffingerdarm. So können Magen-Darmprobleme entstehen.

Der Magen braucht viel Zeit für die Verdauung unserer modernen Ernährung:

  • Früchte bis zu 1 Stunde
  • Gekochtes Gemüse 1/2 bis 1 Stunde
  • Rohes Gemüse, je nach härte bis zu 4 Stunden
  • Milchprodukte bis zu 6 Stunden
  • Fleisch bis zu 9 Stunden
  • Wurstwaren bis zu 12 Stunden
  • Süssigkeiten, je nachdem was es ist, 1 bis 6 Stunden

Zwischen Mahlzeiten sollten mindestens 4 Stunden liegen. In der Regel ist unser Magen dauernd am verdauen. Er hat nie Ruhe.

Je weniger Flüssigkeit wir beim Essen zuführen, desto besser kann der Magen seinen Job erledigen. Wer macht das schon? Nur wenige. Ein Grund warum so viele Menschen an Magen-Darmerkrankungen leiden, ständig Blähungen haben…

Bei uns in der Sprechstunde informieren wir Sie über die Beste Art zu Essen, damit es Ihrem Magen und Darm gut geht. Freut sich der Darm, so freut sich der gesamte Körper an Gesundheit.

Der Magen-Darm-Trackt: der Schlüssel zur Heilung