Plastik

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Wale sterben an unserem Plastikmüll und Gift im Meer

Schon wieder starb ein Wal grausam, weil er Plastik gefressen hatte.

Ungefähr 80 Plastiktüten wurden in einer Operation aus seinem Bauch in Thailand entfernt und bereits während des Rettungsversuches erbrach der gestrandete Wal fünf Plastiktüten. Erst kürzlich verendete ein Pottwal, der an einen Strand in Spanien angeschwemmt wurde, auf Grund von fast 30 Kilogramm Plastikmüll, der sein Verdauungssystem blockierte. Der in Thailand gestrandete kleine Grindwal hatte etwa 8 Kilogramm in seinem Bauch und starb nur wenige Tage vor dem Welt-Ozean-Tag. Der 8. Juni ist der Tag des Meeres zur Erhaltung und zum Schutz der Ozeane. Doch das Massensterben der Wale geht weiter, denn zur gleichen Zeit, als der Wal in Thailand auf Grund von Plastik verendete, strandeten in Neuseeland  12 tote Pottwale aus unerklärlichen Gründen.

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Der Mensch zerstört die gesamte Umwelt: PCB macht Orcas, Delfine und Tümmler unfruchtbar

Zuerst werden die Stoffe angewandt, um der Industrie die Profite zu sichern. Erst wenn die Giftigkeit nicht mehr zu bestreiten ist, es aber schon zu spät ist, werden Verbote erlassen. Im Augenblick läuft mit Glyphosat das gleiche Drama ab.

PCP kommt übrigens auch in Tierprodukten reichlich vor.

Die “Krone der Schöpfung” ist so irre, dass sie sich wegen des Profits einiger weniger und wegen des Gaumenkitzels selbst vergiftet.

Zur Erinnerung:

Laut Untersuchungen des Schweizer Bundesamts für Gesundheit (BAG) von 2009 und 2013 stammen 92 % der giftigen und krebsauslösenden Substanzen in der Nahrung (Dioxine und PCB) aus Tierprodukten. Milch und Milchprodukte sind mit einem Anteil von 54 % die grössten Lieferanten für diese Giftstoffe! (Die entsprechende Internetseite beim BAG wurde leider gelöscht oder ist unauffindbar. Wahrscheinlich hat die Industrie reklamiert.)

Der Mensch isst heute täglich Nanopartikeln aus Plastik. Dieser Plastikschrott ist ebenfalls in vielen Kosmetik-, Putz-, Wasch-, Duftspray-, Kleider-, Farb- und natürlich in Nahrungsmittelprodukten enthalten. Ja sogar in moderner (Sport-)Kleidung. Der moderne Mensch braucht das, er kauft es, er will es. Es sieht einfach alles besser aus. Toll!

Der irre Mensch!

Wir sterben auch ab diesem Zeugs, nur wir merken es nicht einmal.

Schweiz: Böden enthalten beträchtliche Mengen Mikroplastik

Böden in Schweizer Naturschutzgebieten enthalten beträchtliche Mengen Mikroplastik!

Es ist eine der ersten Forschungen über das Vorkommen von Mikroplastik in Böden überhaupt: Wissenschaftler der Universität Bern haben Auenböden in Schweizer Naturschutzgebieten auf Mikroplastik untersucht und wurden fündig. Sie schätzen, dass in den obersten fünf Zentimeter der Auen rund 53 Tonnen Mikroplastik liegen. Selbst viele Böden entlegener Berggebiete sind mit Mikrokunststoff kontaminiert.

Die Bilder von Mikroplastik verseuchten Weltmeeren und Binnenseen sind nicht neu. Beinahe unbekannt ist hingegen, dass auch Böden mit Mikrokunststoffen kontaminiert sind. Das Problem: Bisher fehlten Methoden, um die kleinsten Plastikteilchen in einem Boden messen und quantifizieren zu können. Die Forscher des Geographischen Instituts der Universität Bern haben deshalb eine neue Methode entwickelt und zum ersten Mal in der ganzen Schweiz von Genf bis Graubünden 29 Auenböden untersucht.

Fast alle Naturschutzgebiete betroffen

«Obwohl die Standorte in Naturschutzgebieten liegen, wurden in 90 Prozent der Böden Mikroplastik gefunden», sagt Moritz Bigalke, einer der Ko-Autoren der Studie vom Geographischen Institut der Universität Bern. Selbst in vielen abgelegenen Berggebieten konnten Mikrokunststoff-Teilchen nachgewiesen werden – ein Indiz, dass Mikroplastik über die Luft transportiert wird. Die Forscher schätzen die Menge Mikroplastik in den obersten 5 cm der Schweizer Auenböden auf 53 Tonnen. Diese Ergebnisse wurden kürzlich im Journal «Environmental Science and Technology» publiziert.

Die grössten Konzentrationen von Mikroplastik treten dort auf, wo grösserer Plastikmüll im Boden gefunden wurde. Hier entsteht Mikroplastik wahrscheinlich durch die Zerkleinerung von grösseren Plastikteilen. Allerdings findet sich auch in vielen Böden ohne grössere Plastikteile Mikroplastik. Dieses Mikroplastik ist äusserst fein (< 0,5 mm Durchmesser), unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung (Art des Kunststoffs) von dem grösseren Plastikmüll und kommt selbst in einigen abgelegenen Berggebieten vor. Darüber hinaus konnten die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Bevölkerung in dem Einzugsgebiet des Flusses, der durch die Aue fliesst, und der Konzentration von Mikroplastik im Boden nachweisen: Je mehr Personen in dem Gebiet leben, desto stärker kontaminiert sind die Böden.

«Diese Befunde sind alarmierend», erklärt Ko-Autor Michael Scheurer. Denn: «Neue Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik im Boden zum Beispiel Regenwürmer töten kann.» Da Regenwürmer im Boden wichtige Funktionen erfüllen, könnte dadurch auch die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt werden.

Auswirkungen auf Pflanzen und Nahrungskette unbekannt

Was die genauen Auswirkungen auf Pflanzen und die Bodenfruchtbarkeit sind und wie der Transport über Nutzpflanzen in die menschliche Nahrungskette im Detail geschieht, ist indes unerforscht. Hochrechnungen gehen davon aus, dass allein die Menge Mikroplastik, die mit Klärschlämmen jährlich in den Boden gelangt, grösser ist, als die Menge, die in den Weltmeeren landet.

Der Forschungsbedarf in diesem noch jungen Feld ist also gross, da viele Fragen offen sind. Zumal davon auszugehen ist, dass die von den Forschern gemessenen Mikroplastikkonzentrationen in den Auen wesentlich geringer sind als in anderen – zum Beispiel landwirtschaftlichen – Böden. Moritz Bigalke sagt: «So besteht etwa Forschungsbedarf zur Frage, wie sich Mikroplastik auf die Nahrungsmittelproduktion auswirkt und ob es in die Nahrungskette gelangen kann.»

Angaben zur Publikation:

Scheurer, M., Bigalke, M.: Microplastics in Swiss floodplain soils, Environmental Science and Technology, 2018, 52 (6), doi:10.1021/acs.est.7b06003

Quelle:  Universität Bern

Die grösste und giftigste Müllhalde der Erde: Der Pazifik

Die Müllhalde umfasst rund 600’000 Quadratmeilen = 965’604 Quadratkilometer. Rund 24 Mal so gross wie die Schweiz. Nur im Pazifik!

Was schwimmt im Meer?

  • Aller Art Schutt
  • Plastik und Mikroplastik ohne Ende bis zum Meeresgrund
  • Flaschen, Glas
  • alte Fischernetze von klein bis undendlich gross
  • Bojen
  • Seile
  • Kriegsmatrial ohne Ende
  • explodierende Bomben und deren Gifte

Nicht sichtbar

  • Gifte aller Art von harmlos bis extrem, Arsen, Cadmium, Aluminium…
  • Fukushima-AKW-Katastrophe ohne Ende
  • und und und

Wir können uns das gar nicht vorstellen. Einfach sämtliches Gift, was wir produzieren, lassen wir in Gewässer…

Quelle: The Pacific Ocean is becoming the world’s largest trash dump

Da fragen wir uns noch, wieso so viele Tiere, die im Meer leben, sterben?

Wegen eines dramatischen Sauerstoffmangels ist in den letzten Jahren am Grund des Golfs von Oman im Arabischen Meer eine riesige „tote Zone” entstanden, schreiben Forscher von der britischen University of East Anglia (UEA) im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“.

Massensterben von Meeresschildkröten weltweit

Meeresschildkröten – eine hochentwickelte Tierart ist vom Aussterben bedroht! Sobald der Plastik im Magen der Schildkröte ist, können sie nicht tauchen, also ist Plastik ein wirklich großes Problem. Drei Kilogramm Plastik wurden bei einer Autopsie einer grünen Meeresschildkröte in Brasilien gefunden, erschreckende 3000 Stück Plastik, waren im Magen. Eine alarmierende Anzahl toter Schildkröten wurden in Australien angespült. Elf seltene Meeresschildkröten wurden am Strand von Paloh in West-Kalimantan tot aufgefunden. Die dortigen durchgeführten Autopsien stellten Plastik in ihrem Verdauungssystem als Todesursache fest. Nachdem bereits 300 bis 400 tote Meeresschildkröten vor der Küste von El Salvador in der Bucht von Jichilisco gefunden worden waren, fand man auch tote Meeresschildkröten an den Küsten Uruguays. Meeresschildkröten gibt es schon seit ca. 250 Mio. Jahren. Zur Zeit der Dinosaurier bevölkerten Meeresschildkröten die Weltmeere als friedliche Tiere. Sie haben sich in Form und Verhalten fast nicht verändert und überstanden Hitzeperioden und Eiszeiten problemlos. In der ganzen Evolution der Erde gibt es kaum eine weitere höhere Tierart, die so anpassungsfähig war, doch jetzt sind diese Meeresbewohner vom Aussterben bedroht!

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Täglich ein bisschen Gift soll nichts machen…

Bis der Körper mit Entzündungen und Krebs reagiert…

Wir lieben Bisphenole:

Wir lieben Weichmacher:

 

 

 

Plastikmüll: Umweltkatastrophe für Tiere, Gewässer und Menschen

Schätzungen zufolge gelangen jedes Jahr sechs Millionen Tonnen Plastik in die Meere der Welt – mit steigender Tendenz. Nach Jahrzehnten leichtfertigen Umgangs mit dem vielseitigen Werkstoff sind die Ozeane zugemüllt mit den Relikten der Wegwerfgesellschaft. Die Folgen für das längst nicht vollständig erforschte Ökosystem sind nicht abzusehen. Wissenschaftler weltweit warnen vor den Konsequenzen des unbedachten Handelns. Die Dokumentation bietet einen Überblick über den Stand der Forschung und zeigt, dass jeder Einzelne Verantwortung trägt, damit es nicht zur Katastrophe kommt.

Vor einigen Jahren entdeckte man weit draußen im nordpazifischen Ozean eine kreiselnde Strömung mit etwa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Inzwischen vermuten Strömungsforscher einen Müllstrudel auch südlich des Äquators.

Die Dokumentation begleitet ein Expeditionsteam um den Umweltaktivisten Marcus Eriksen. Er will den Südpazifik durchqueren, um den bisher nicht eindeutig nachgewiesenen Müllstrudel auf der Südhalbkugel zu finden. Irgendwo zwischen Osterinsel und chilenischem Festland soll er sich befinden. Aber wie muss man sich so eine riesige Ansammlung von Abfällen vorstellen? Und was würde es bedeuten, wenn Eriksen fündig würde?

Parallel zu Eriksens Suche versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was Plastik im Meer eigentlich anrichtet. Dabei geht es nicht nur um strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und tödlich verletzte Schildkröten. Chemiker und Meeresbiologen haben festgestellt, dass die eigentliche Gefahr in der toxischen Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und -flora liegt. Sie scheint wesentlich höher zu sein, als bisher angenommen.

Die Dokumentation ist eine Spurensuche nach den wahren Auswirkungen der Plastikflut. Wie ein Puzzle setzen sich einzelne Erkenntnisse nach und nach zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammen. Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass sich – in weitaus größerem Rahmen als bisher angenommen – in der arktischen Tiefsee große Mengen Müll am Meeresboden befinden. So ist der Plastikmüll längst zu einem globalen Problem geworden, dessen Lösung der Anstrengungen aller bedarf.

Und die Staaten machen nix! Sie Pennen! Plastik-Nanopartikel wird heute schon mit Asbest verglichen. Die Nanopartikel lagern sich im Körper ab. Was dann geschieht, weiss noch keiner. Wie zur guten alten Asbest-Zeit.

Plastik-Nanopartikel auch im Meersalz

Honig und Trinkwasser sind  teilweise durch mikroskopisch kleine Plastikkugeln verunreinigt. Nun haben Forscher auch Mikroplastik in Salz nachgewiesen. 

Umweltgifte docken mit Vorliebe an Mikroplastik an, was an dessen Oberflächenbeschaffenheit liegen soll. Nimmt der Mensch Mikroplastik über die Nahrung auf, nimmt er automatisch auch diese Gifte auf, womit schwer abzuschätzen wird, welche gesundheitlichen Folgen die Umweltbelastung mit Mikroplastik auf die Dauer für Mensch und Tier haben wird. Von Atemluft bis Zanderfilet – alles Plastik, oder was?

Gemüse, Salate und andere Produkte – rundherum in Folie eingepackt, Käsescheiben in der Kunststoffverpackung, Schweineschnitzel auf der Plastikschale. Viele Lebensmittel sind in Kunststoff eingepackt. So manche Plastikverpackung kann der Gesundheit schaden.

Geschätzte 300 Millionen Tonnen Plastikmüll werden im Jahr produziert. Nicht wenig davon landet in den Weltmeeren. Momentan schwimmen grob geschätzt 5 Billionen Stücke Plastik auf den Meeren dieser Welt herum.

Lesen Sie hier weiter… Link zu netzfrauen.org

Es kommt aber noch happiger. Fehlt der Plastik, so ist die Industrie doch intelligent genug, Plastik-Nanoteilchen auch in die Ernährung zu kippen. Typisches Beispiel: Ketchup. So bleibt der Flaschenhals immer sauber. Oder in Kosmetik- und Farbprodukte sind Plastikteilchen drin.

Wir müllen alles zu mit Mikroplastik. Der moderne Mensch!

Eine UN-Studie zeigt: Mikroplastik in Pflege- und Kosmetikprodukten bedroht nicht nur Seehunde, Fische und andere Meeresbewohner, sondern auch die Gesundheit des Menschen.

Das ist nicht die erste Studie!!!

Vom Peeling bis zum Duschgel, viele Pflegeprodukte enthalten winzige Kunststoffpartikel. Für Mikroplastik gibt es natürliche Alternativen. Doch die Kosmetikindustrie setzt auf Kunststoff, weil er kostengünstiger ist.

Günstiger — für die Konzerne. Denn tatsächlich zahlen wir einen hohen Preis. Die Plastikpartikel belasten Ozeane und Tierwelt für Jahrhunderte und landen über Umwege in unserem Essen.

Besonders besorgniserregend: Plastik enthält nicht nur selbst Giftstoffe, es zieht im Meer zusätzlich Umweltgifte an. Dieser Plastikgift-Cocktail ist mittlerweile Teil unserer Nahrungskette.

Erste Staaten haben auf die Erkenntnisse reagiert und ein Verbot von Mikroplastik beschlossen. Wenn sich genug Menschen an den deutschen Verbraucherminister Christian Schmidt wenden, können wir erreichen, dass Deutschland endlich nachzieht. Ein deutsches Verbot hätte Signalwirkung für ganz Europa.

Fordern Sie den deutschen Verbraucherminister Schmidt auf, Mikroplastik in Pflegeprodukten und Kosmetika zu verbieten!

Der Anteil an Mikroplastik in Kosmetikprodukten ist mitunter enorm: Er kann bis zu 90 Prozent ausmachen. Bei einem herkömmlichen Duschgel steckt im Inhalt genau so viel Plastik wie in der Verpackung.

Der Bericht der Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) beleuchtet das Problem mit den winzigen Plastikpartikeln: Über unser Abwasser landen sie in Gewässern und Ozeanen — denn sie sind so klein, dass sie nicht herausgefiltert werden können. Sie werden von Fischen verschluckt und landen so wieder auf unseren Tellern. Selbst in Milch und Honig wurden bereits Rückstände nachgewiesen.

Die Gefahr ist erkannt, Reaktionen folgen bereits: Der US-Bundesstaat Illinois hat als erster Staat die Verwendung von Mikroplastik verboten. Umweltschützer haben ein Programm entwickelt, das Verbraucher schnell darüber informiert, ob ein bestimmtes Produkt Mikroplastik enthält. Einige Konzerne wie ‘The Body Shop’ haben auf Grund des öffentlichen Drucks angekündigt, in Zukunft auf Mikroplastik zu verzichten.

Der deutsche Verbraucherminister, Christian Schmidt, aber bleibt untätig und schützt anscheinend lieber die Industrie als Umwelt und Verbraucher. Machen wir ihm klar, dass wir nicht bereit sind, dabei zu zusehen, wie weitere tausend Tonnen Mikroplastik unsere Gewässer verunreinigen.

Rufen Sie den deutschen Verbraucherminister Christian Schmidt auf, Mikroplastik zu verbieten!

Wir kennen das Spiel: Wenn sich ein Geschäft auf Kosten der Umwelt machen lässt, sind Konzerne gern dabei — denn den Schaden tragen andere. Nestlé gräbt den Menschen das Grundwasser ab, um es ihnen abgefüllt in Flaschen zu verkaufen. Und Coca-Cola geht soweit, einen Bundesstaat in Australien für die Einführung eines Recycling-Systems zu verklagen.

Wir lassen uns das nicht gefallen: Weltweit erheben SumOfUs-Mitglieder ihre Stimme und sorgen dafür, dass Großkonzerne mit dieser Strategie nicht durchkommen. Sorgen wir jetzt gemeinsam dafür, dass dem Geschäft mit Mikroplastik ein Riegel vorgeschoben wird!

Vielen Dank für ihre Unterstützung!
Wiebke, Christian und das Team von SumOfUs

Wussten Sie schon, dass Ihr Körper mit grösster Sicherheit voller Nanopartikel, Mikroplastik, ist? Nicht! Dann wird es höchste Zeit. Nanopartikel verdauen wir nicht, scheiden wir auch nich unbedingt wieder aus. Nanopartikel lagern sich in unserem Körper ab, wo es ihnen passt. Sie atmen Nanopartikel ein. So enthalten heute viele Farben, Duftsprays, Putzmittel, Nahrungsmittel, wie Fisch, Ketchup und andere Leckereien, die schön aussehen müssen, feinste Nanopartikel. Auch der all zu schöne Kaffee mit Zeichnung… Schaum usw. ist mit diesen kleinsten Dingerchen versehen.

Cool! Wir haben überall Plastik, auch im Blut!

Mehr Infos über Plastik: www.plastic-planet.de

Sind wir nicht wahnsinnig, wir Menschen? Doch, aber es interessiert niemand.

The Ocean Cleanup – Lasst uns das Meer aufräumen!

Der junge, tauchbegeisterte Schüler Boyan Slat hat die Schnauze voll von der zunehmenden Vermüllung der Meere. Aber anstatt zu jammern, entwickelt er eine Idee, wie man den Müll einfach und effizient aus den Ozeanen filtern könnte. Sein Konzept erreichte unlängst in einer spektakulären Crowdfundingkampagne mit dem Namen “The Ocean Cleanup” über 2 Millionen Doller.

Maritimer Alptraum: Plastikteppiche auf den Meeren – teilweise viermal so groß wie Deutschland

Think big! Boyan Slat ist Holländer, 19 Jahre alt und taucht leidenschaftlich gern. Doch das Tauchen wurde ihm zehmend verleidet, denn immer häufiger schwammen ihm Plastiktüten entgegen und am Strand häuften sich die Vogelkadaver – tot, weil sie statt Fische bunte Plastikteilchen gefressen hatten. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen landen jedes Jahr 6,4 Millionen Tonnen Müll in den Ozeanen. Aktuell dürften es insgesamt Hunderte von Millionen Tonnen sein, der sich in spiralförmigen Wirbeln sammelt. Mehr als eine Million Seevögel und 100.000 Säugetiere sterben jährlich daran und der Müllteppich wächst weiter: So zum Beispiel der “Great Pacific Garbage Patch” – ein Abfallstrudel im Nordpazifik. Er ist bereits viermal so groß wie Deutschland. Ein maritimer Alptraum.

Klar: Konzerne wie Verbraucher sind zu einem nachhaltigerem Umgang mit unseren Meeren und zur Müllvermeidung aufgerufen, aber was macht man mit dem ganzen Müll, der sich jetzt schon darin befindet? Bisher fährt man ihm hinterher und fischt ihn heraus – eine aufwändige und zudem wenig effiziente Methode. Boyan Slat und ein Schulfreund haben in 2011 eine andere Idee: “Warum sollten wir uns durch die Ozeane bewegen, wenn die Ozeane sich durch uns bewegen können? Wieso Energie damit verschwenden, dem Plastik hinterherzujagen, wenn es von selbst zu uns kommt?”

The Ocean Cleanup – kann das wirklich so einfach sein?

2012 stellt der damals 17-Jährige sein Konzept zur passiven Müllbeseitigung öffentlich vor. Am Meeresboden fixierte Plattformen sollen mit riesigen, bis zu 50 Kilometer langen Fangarmen den Plastikmüll aus dem Wasser filtern, der allein durch Wind und natürliche Strömungen dort hinein getrieben wird. Diese Filter sollen an ganz bestimmten Stellen in Atlantik, Pazifik und dem indischen Ozean installiert werden. Angeblich befindet sich das meiste Plastik in einer Höhe von drei Metern unterhalb des Wasserspiegels, was bedeutet, dass es von den Armen der “The Ocean Cleanup”-Filter erreicht würde. Da die Filter passiv auf den Müll “warten”, der in sie hinein getrieben wird, räume sich das Meer quasi selbst auf. In einer großen Plattform unterhalb der Filter würde der Müll gesammelt und komprimiert. Achtmal im Jahr würde er per Schiff abgeholt und schließlich an Land recycelt und verkauft. Durch den Verkauf sollen sich der Ausbau der Anlagen, Betrieb und die Verwertung refinanzieren. Die Filter seien angeblich ungefährlich, Meeresbewohner wie Delfine und Wale schwimmen problemlos unter den Plattformen und Fangarmen durch.

Kurz darauf hält Boyan Slat einen Vortrag auf der TedX-Konferenz in Delft und wirbt dort sehr überzeugend und selbstbewusst für das Projekt: “Und ja, es wird eine der größten Rettungsmissionen für die Umwelt sein, aber wir haben diesen Mist verursacht, (…) also erzählt mir nicht, dass wir es nicht zusammen aufräumen können.” Sein Einsatz zahlt sich aus: Viele, teilweise auch die Fachwelt, sind von dem Engagement und der Idee des Holländers, der inzwischen Luft- und Raumfahrttechnik studiert, begeistert. Im April 2013 gründet er das Projekt „The Ocean Cleanup“ und startet eine Crowdfunding-Kampagne, um die Machbarkeitsstudie für seine Idee zu erstellen.

Für die Machbarkeitsstudie benötigt das Team 80.000 Dollar. Die Kampagne erreicht 89.000 Dollar. Slat und sein Team benötigen ein Jahr, um ihre Idee sowohl in technischer wie auch rechtlicher Hinsicht zu prüfen und versuchen, die kritischen Einwände zu klären. Darunter wichtige Fragen wie die nach der Umweltverträglichkeit der Filter und was mit dem gesammelten Plastik geschehen soll. Kleinere Prototypen werden entwickelt und getestet. Ein Jahr später veröffentlicht das Team die 528 Seiten umfassende Studie, die besagt, dass die genannten Probleme angeblich lösbar sind.

Zweite Crowdfunding-Kampagne für den Bau des Ocean-Cleanup-Prototypen erziehlt über 2 Millionen Dollar!

Slat und sein Team starten 2014 eine zweite Crowdfunding-Kampagne mit dem ehrgeizigen Ziel, innerhalb von 100 Tagen 2 Millionen Dollar für den ersten voll funktionsfähigen Prototypen zu sammeln. Auch dieser Plan gelingt scheinbar mühelos. Bis zum heutigen Tag haben Unterstützer aus der ganzen Welt insgesamt 2.154.282,00 Doller gespendet. Der Bau des Prototypen läuft.

Das Konzept “ist wahrscheinlich eine praktikable und tragfähige Methode, um fast die Hälfte der Kunststoffe aus dem Nord-Pacific Garbage Patch in 10 Jahren zu entfernen, während sie schätzungsweise 7900 x schneller und 33 x billiger ist als herkömmliche Methoden” liest man auf der Webseite des Ocean Cleanup Projekts. Namhafte Kritiker bezweifeln jedoch, ob darin wirklich alle Faktoren berücksichtigt wurden und ob das Team um Boyan Slat überhaupt kompetent genug für das Erstellen so einer Studie sei. Unklar ist unter anderem, was mit den nicht schwimmfähigen Meeresbewohnern passiert, die eventuell genau wie die Plastikteilchen in den Filter getrieben werden. Auf die teilweise massiven Einwände von Meeresbiologen und Forschern antwortet Slut mit der Ankündigung einer weiteren Studie und erklärt, dass es sich ja um eine komplett neues Verfahren handle, was eben ausprobiert werden müsse.

Boyan Slat hat eine Vision, genug Antrieb und nun auch das Kapital, die Vision Realität werden zu lassen. Damit ist er vielen anderen Konzepten, den Müll aus dem Meer zu fischen, voraus. Ob es sich am Ende als die geniale Lösung herausstellt, wird der erste Einsatz seines Filtermodells zeigen. Wie nötig funktionierende aber solche Konzepte sind – sowohl zur Müllvermeidung wie auch zur Müllbeseitung und zwar nicht nur in den Meeren – ist unbestritten. Dass es einem Studenten gelingt, dafür über 2 Mio. Dollar zu sammeln, macht Hoffnung.

Quelle: sein.de | www.theoceancleanup.com