Pfusch

now browsing by tag

 
 

Du musste ich lachen. Es geht ihm nicht besser als mir.

Sie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Simple Membership is not configured correctly. The login page or the join us page URL is missing in the settings configuration. Please contact Admin

Vergessene OP-Instrumente: Schweiz an der Spitze

Sie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Simple Membership is not configured correctly. The login page or the join us page URL is missing in the settings configuration. Please contact Admin

Kunstfehler? Die Verniedlichung von medizinischem Pfusch!

In der Schweiz passiert an meisten Pfusch verglichen mit anderen Ländern.

«Foreign Body Left During Procedure in Adults», OECD 2011-2013: Anzahl vergessener Objekte pro 100’000 Spital-Eingriffe (anderer Pfusch nicht inbegriffen):

  1. Belgien: 0,5
  2. Dänemark: 1,6
  3. Israel: 1,6
  4. Polen: 1,9
  5. Irland: 2,5
  6. Slowenien: 2,6
  7. Italien: 3,5
  8. Finnland: 3,9
  9. USA: 4,1
  10. Spanien: 4,3
  11. Schweden: 4,6
  12. Grossbrinannien: 5,5
  13. Deutschland: 5,5
  14. Norwegen: 6,0
  15. Frankreich: 6,2
  16. Portugal: 6,5
  17. Kanada: 8,6
  18. Australien: 8,6
  19. Neuseeland: 10,6
  20. Schweiz: 11,6

OECD-Durchschnitt: 5,0

Der falsche Patient wurde behandelt. Eine Schere blieb im Körper. (Bei uns in der Sprechstunde war schon ein Klient, der 20 Jahre mit einem vergessenen Katheter im Rücken unter Schmerzen gelitten hat. Kein Arzt sah das, nicht einmal auf MRI- und Röntgenbilder. Doch er war gut sichtbar!) Das gesunde Glied wurde amputiert: Kann das wirklich sein? Ja, es kann. Ein Team der Mayo-Klinik ging jetzt den Ursachen auf den Grund.

Immer wieder kursieren medizinische Kunstfehler-Geschichten, die für Laien wie Experten kaum nachvollziehbar scheinen. Aber das sind nicht nur Legenden: Solche «Never ever»-Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit tatsächlich vor.

Ein Team der Mayo-Klinik ging nun 69 Fällen von drastischen Kunstfehlern nach, die nur möglich werden konnten, weil mehrere Kontrollen und Instanzen gleichzeitig versagten. Zum Beispiel, als auf der falschen Körperseite operiert wurde. Oder als der falsche Patient auf dem OP-Tisch landete. Oder wenn ein Operationsteam eine falsche Prothese beziehungsweise ein falsches Implantat einsetzte.

Wenig erstaunlich: Es lag stets am Mensch (Arzt, Schwestern usw.). Die Mayo-Ärzte unter Leitung der Gastroenterologin Julianne Bingener fanden dabei insgesamt 628 menschliche Ursachen, die zum Kunstfehler beitrugen beziehungsweise ihn ermöglichten.

Oder anders: Bei den 69 untersuchten schweren Fällen trafen vier bis neun Fehler oder Unregelmässigkeiten gleichzeitig aufeinander. Insgesamt unterschieden die Autoren am Ende vier Fehlergruppen:

  • Vorbedingungen: Ungenügende Übergabe; Ablenkung; Übervertrauen; Müdigkeit; ungenügende Kommunikation.
  • Unsichere Verfahren: Bruch der Regeln; Biegen der Regeln; kein Verständnis fürs Protokoll; Bestätigungs-Bias (man versteht eine andere Meinung fälschlicherweise als Bestätigung dessen, was man selber sieht).
  • Fehler bei Übersicht und Überwachung: Ungenügende gegenseitige Kontrolle (ein Faktor hier sind auch personelle Engpässe).
  • Organisatorische Einflüsse: Kulturelle Probleme, inadäquate Abläufe.

Wir ergänzen: Schludrigkeit, Stress, Alkohol, Drogen, wie auch Medikamente, Unwissen, Dummheit, Sturheit, Gleichgültigkeit, Fliessbandarbeit von einer Op zur anderen, tagein tagaus…, ungenaue Arbeit, falsche und unvollständige Diagnosen, Machtkämpfe unter Ärzte und Kliniken… usw. usf.

Zu erwähnen ist aber auch, dass fast zwei Drittel der untersuchten «Never ever»-Ereignisse bei relativ kleinen und auch ungefährlichen Eingriffen auftraten.

Quellen: https://www.medinside.ch/de/post/958a4778-b43b-4271-b5ff-b63a7928924c?state=published

Eigene Erfahrungen mit unseren Klienten.

FBI: 96 % der Haaranalysen sind falsch

Wie Sie heute in den Nachrichten gehört haben sind 96 % (!!!) der Haaranalysen, die das FBI durchgeführt hat falsch oder mangelhaft. Gestützt auf diese Analysen wurden Menschen verurteilt, auch zum Tode.

Toll, nicht wahr? Deshalb eine Diagnose ist nur eine Diagnose, die durchwegs auch komplett falsch sein kann. Die Falschrate ist enorm hoch! Es wird geschludert überall, auch im Gesundheitswesen – und teuer verkauft.

Patienten werden mit Behandlungsfehlern alleine gelassen

Bei Behandlungsfehlern haben die Betroffenen oft schwerwiegende Folgen zu tragen. Zu wenige enden in einem Rechtsstreit, bei dem die Frage um mögliche Schadenersatzansprüche der Patienten zu klären ist. Nach einem Behandlungsfehler müssen die Krankenkassen Patientinnen und Patienten beraten und die Versicherten dabei unterstützen, ihre Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Nur wenige suchen Hilfe bei der Krankenkasse.

Patienten unterschreiben für Behandlungsfehler und die Haftpflicht-Versicherungen sind beste Partner für Ärzte und Kliniken um Ansprüche abzuwenden.

Patienten müssen oft in einer schwierigen Lage, voller Ängste, voller Verzweiflung, zudem beweisen, dass ein Arzt einen Behandlungsfehler gemacht hat. Das ist nie einfach, weil auch Ärzte, die danach Gutachten erstellen, zueinander halten und keiner will dem anderen ans «Bein pinkeln».

Natürlich gibt es heute Stellen an die man sich wenden kann. Doch halten diese, was sie versprechen?

Grundsätzlich kann ein Patient nur mit einem sehr erfahrenen Anwalt zu seinem Recht kommen.

Wir staunen immer wieder, wie Patienten, ihre Ärzte sogar in Schutz nehmen, wenn eine Behandlung, ein operativer Eingriff, misslingt. Sie geben sich schnell mit einem Lächeln und einem saloppen Satz des Arztes zu frieden. Man kann halt nichts machen, selber schuld.

Oft ist das wirklich so. Eine unnütze Operation wird gemacht und etwas läuft falsch. Der gesunde Mensch wird zum Patienten. Das kümmert nicht einmal den Patienten selber. Es ist halt so…

Mit Medikamenten ist das genau so. Alle Nebenwirkungen nimmt der Patient in kauf, denn er liest den Beipackzettel von seinem Medikament nicht. Er sieht nicht, dass das nicht nur die Haftpflichtversicherung für den Arzt und das Pharmaunternehmen sondern auch für sich selbt ist.

Aber wenn wir unser Auto in den Service geben und dort passiert ein kleines Malheur, fordern wir knallhart Schadensersatz.

Schon komisch, der Mensch!?

Der Kampf um Patienten

Die gute alte Zeit ist schon längst vorbei. Wo ein Arzt noch ein Arzt war. Wo ein Patient noch ein Mensch war. Heute haben wir auf dem Land Ärztemangel und in Ballungsgebieten eine Ärzte- und Klinikschwemme. Wir haben so viele Fachärzte – viele davon aus dem Ausland «importiert», dass wir kaum noch einen Überblick haben. Genügte früher eine eher bescheidene Herzabteilung, haben wir heute mehrere Spitäler mit einem Luxus-Herz-Imperium für ein paar Millionen Franken. Die Spitäler streiten sich untereinander, wer nun welchen Patienten behandeln darf.

In Zeitungen, Zeitschriften machen Kliniken und Ärzte Werbung, täglich und im Fernsehen laufen Spots für alle möglichen Wehwehchen, täglich. Krankheiten werden erfunden, die gar keine sind. Operative Eingriffe erfolgen rund um die Uhr. Eingriffe, die gar nicht nötig wären, keinen Nutzen haben, hoch riskant sind und die auch immer wieder komplett schief laufen.

Heute muss der Patient gut aufpassen, dass er am richtigen Körperteil operiert wird und dass der Arzt voll da ist. Sonst kann es gut sein, dass er nach einer Fehlopertion, nach einem Pfusch hört, er hätte auch was sagen können. Ja, ja, der Patient ist immer schuld wenn etwas schief geht und dafür unterschreibt er auch noch. So wird es für ihn schwierig, ja sogar unmöglich sein Recht nach einer Falsch-Operation einzufordern.

Die Xtausend Ärzte und Kliniken machen sich selber Stress, denn alle Jagen dem Geld nach, den Bonis, dem Anerkennen. Denn ein Arzt hat nur Anerkennen und Erfolg, wenn er genügend verdient und für «seine» Klinik ein guter Umsatzträger ist. Wissen ist Nebensache!

Will ein Patient nicht so wie es der Arzt vorschlägt, kann es gut sein, dass der Arzt auf Panik macht oder pampig wird.

So entsteht viel Leid für Patienten, viele falsche und unvollständige Diagnosen und darauf aufbauend die falschen Behandlungen.

 

Der Patient ist heute Partner für den Arzt, am besten operiert er auch gleich selber.

Was man so alles im Radio (SRF1) hört:

Wenn Ihr Arzt und Chirurg Sie am falschen Ort operiert sind Sie als Partner und Patient selber schuld. Sie müssen ihm zeigen, wo und was er operieren soll.

Komische Sichtweise. Doch, das ist tatsächlich so. Wer das nicht macht, hat einfach Pech, wenns anders herauskommt.

Am besten führt der Patient die Operation auch gleich selber durch. Sicher ist sicher.

Stellen Sie sich vor, beim Pneuwechsel vergisst der schlecht bezahlte Arbeiter, die Schrauben anzuziehen oder er montiert nur die Felgen ohne Pneu.

Nur die hochdotierten Ärzte können so arbeiten…

Das Geschäft mit der Gesundheit: Vorsicht Operation. Unbedingt anschauen!

Das erleben wir fast täglich in unserer Sprechstunde. Operative Eingriffe, die nicht notwendig sind. Horror, was mit Unwissenden gemacht wird. Dann stehen sie bei uns, veroperiert, voller Schmerzen und suchen nach einer schnellen Schmerzlinderung. Sie sind abgefüllt ohne Ende mit Pillen…

Was machen Ärzte überhaupt?

Aha Geld verdienen, wie unsere Banker – auf unsere Kosten – auf Kosten der Patienten!

Pfusch ohne Ende!

Geldgier und dann erst noch Pfusch

An Ostern haben wir als Notfall eine 91jährige Klientin bei uns in der Sprechstunde empfangen. Im Rollstuhl, begleitet von ihrem Sohn. Ich sei die letzte Hoffnung, meinte er.

Was war pasiert?

Da sie täglich gerne einen Spaziergang mache, habe sie sich zu einem künstlichen Kniegelenk überreden lassen. Das rechte Knie schmerzte ab und zu. Nicht immer, nur beim Treppensteigen oder Herunterlaufen. Der Arzt meinte, das sei kein Problem, ein Routineeingriff und weil sie noch so fit sei, könne sie bald wieder ohne Krücken und ohne Schmerzen laufen.

Anfangs Jahr war die Operation, die fast tödlich endete. Beim Eintritt in den Spital hatte sie etwas hohen Blutdruck – vor Aufregung und Angst. Sie bekam zum ersten Mal in Ihrem Leben Blutdrucksenker… Das Ergebnis: Die Ärzte mussten sie «zurückholen».

Sie wissen was das heisst. Die Dosierung war falsch.

Am nächsten Tag wurde das künstliche Gelenk eingesetzt. Blutverdünner, Schmerzmittel…, obwohl der Blutdruck völlig normal war bekam sie auch noch Blutdrucksenker. Bei Ihrer Entlassung litt sie bis heute weiterhin an Schmerzen. An Schmerzen, die Sie früher nie kannte. Sie ist so schwach, dass sie nicht mehr gehen kann. Heute wohnt sie im Pflegeheim, meistens liegt sie im Bett oder ab und zu sitzend im Rollstuhl, für ein paar Minuten.

Wird täglich mit Medikamenten vollgestopft, die Lebenslust ist weg, ihr altes Hundchen musste sie weggeben. Hätte sie nur sterben können, meinte sie mit weinerlichen, schwachen Stimme.

In dieser verpfuschten Situation ist es schwierig Schmerzen zu lindern. Wir konnten ihr einiges erklären und kleinste Übungen zeigen. Heute früh hat sie uns angerufen, dass es ihr etwas besser gehe.

Ihr Sohn hat uns die MRI-Bilder vom Knie vor der Operation mitgebracht. Unsere Meinung ist klar: Die Frau hatte keine Arthrose, nichts, dass die Schmerzen verursachte. Die Operation, das künstliche Kniegelenk, war nicht notwendig.

Die Schmerzen kamen von der verkümmerten Muskulatur ums Knie und im Bein, wie bei 99 % aller sogenannten Arthrose-Schmerzen. Wir haben ihr in der Sprechstunde gezeigt, was sie tun kann, damit sie ihre Muskeln langsam und schonend wieder aktivieren und aufbauen kann. Und wie Sie korrekt gehen muss, damit sie das Knie und andere Gelenke nicht mehr über- oder gar nicht mehr belastet.

Wir haben ein Ziel festgelegt, dass sie in einem Monat wieder gehen kann. Das haben wir mit Handschlag fest abgemacht. Ich denke sie wird das erreichen.