Schlagwort: Patienten

 

Zufriedene Patienten? Gute Medizin?

Mehrjährige Betrachtung

«Zufriedene Patienten ist nicht gleichbedeutend mit guter Medizin», erklärte der Ärztliche Direktor Professor Christoph A. Meier. Sei das Essen gut und das ärztliche Personal freundlich, so seien die Patienten mehrheitlich zufrieden. Das heisse aber noch nicht, dass der medizinische Eingriff aus wissenschaftlicher Optik auch erfolgreich war. Ob er es war, wisse man erst nach einer mehrjährigen Betrachtung.

Diese Betrachtung besteht darin, mittels periodischer und gezielter Befragungen der Patienten allfällige Nebenwirkungen zu erfassen. So zum Beispiel mit Fragen über depressive Zustände, Schmerzen oder Müdigkeit.

Quelle: Jahreskonferenz Universitätsspital Basel

Anmerkung: Viele leiden an depressiven Zuständen, Schmerzen und alle an Müdigkeit, die in der Regel der Hausarzt versucht mit Medikamenten zu lindern, was wiederum neue Nebenwirkungen auslösen kann. Ein Teufelskreis.

In der Sprechstunde hören wir, die OP oder die medizinische Behandlung war soweit gut. Ich wurde einfach mit Medikamenten ruhig gestellt, aber die Schmerzen habe ich heute immer noch. Generell sind Patienten komischerweise mit sehr wenig zufrieden, klagen nicht über Ärzte oder Spital.

Die Medikamente werden brav eingenommen, auch wenn sie sehen, dass sie nichts bringen oder sogar «teuflische» Nebenwirkungen auslösen.

Schweiz: Wie viele Ärzte kämpfen um Patienten?

2016: Die neusten Zahlen wurden
von der FMH veröffentlicht.

Im Durchschnitt arbeiten 4,2 Ärztinnen und Ärzte pro 1’000 Einwohner. Das heisst ein Arzt lebt von 238 Menschen/Patienten.

In der Stadt sind es 7,1 Ärztinnen und Ärzte pro 1’000 Einwohner. Ein Arzt lebt in der Stadt von 140 Menschen/Patienten.

In ländlichen Gebieten sind es 1,6 Ärztinnen und Ärzte pro 1’000 Einwohner. Ein Arzt lebt auf dem Land von 625 Menschen/Patienten. Das wäre wohl perfekt.

Im Durchschnitt und in Städten müssen alle Menschen zu Patienten werden, damit Ärzte und ihre Praxen und Kliniken leben können.

Total arbeiten 36’175 Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz.

Quelle: https://contens30.fmh.ch/fmh/_files/pdf18/FMH-rztestatistik_20162.pdf

Warum schreibe ich im Titel «kämpfen um Patienten»? Schöner wäre doch, dass Ärzte Patienten medizinisch versorgen und Krankheiten heilen. Doch es ist tatsächlich ein Kampf um Patienten entstanden. Das sehen Sie an der zahleichen Werbung in allen Medien. Die deutsche Ärztezeitschrift hat bereits 2014 geschrieben. Der Markt ist so umkämpft, dass alle Menschen krank werden müssen.

Leidende Menschen, immer mehr

Wir sind umgeben von sitzenden und leidenden Menschen. Ich brauche Ihnen die Krankheitsstatistiken in der Schweiz nicht gross zu erwähnen. Die können Sie am Gesichtsausdruck Ihrer Mitmenschen Tag für Tag ablesen. Oder an der Anzahl Ärzte und Apotheken in jedem Dorf, in jeder Stadt.

Schauen wir einmal unsere Gemeinde Wohlen an, mit rund 15’000 Einwohnern.

Hier arbeiten 55 Ärzte. Auf ein Arzt kommen rund 270 Menschen. Schweizerischer Durchschnitt. Also ein Arzt muss von 270 Menschen seine Praxis finanzieren, seine Mitarbeiter und sich selber. Das heisst, jeder dieser Menschen muss krank sein oder mehrmals im Jahr zum Arzt gehen.

Hinzu kommen 5 Apotheken und 2 Drogerien und natürlich einige Therapeuten.

Haben Sie schon mal über diese erstaunlichen Tatsachen nachgedacht? Vielleicht in Ihrer Gemeinde? Jede Kleinstadt hat fünf, acht oder zehn Apotheken.

Regale voll von Pillen? Millionen von Pillen? Umschlagsplätze für Drogen? Völlig LEGAL!

Und Sie regen sich über die Drogenbarone in Mexiko oder so auf? Sie regen sich wegen Drogenplätze in Ihrer Stadt auf?

Wenn man das Ganze mit etwas Abstand betrachtet, dann… schüttelts’s einen…

Die Lösung für Betroffene, für Patienten: Gesunde Ernährung und Bewegung – täglich. Einfacher geht’s nicht.

Natürlich wären Apotheker und Ärzte arbeitslos. Sie können nicht mehr aus dem Ausland in die Schweiz kommen. Es würde uns gut gehen, wir brauchten keine Pillen mehr, wir würden wohl steinalt werden, mit einem Lächeln auf den Lippen…

Mit Pillen schaffen sich Ärzte Arbeit und neue Arbeitsplätze! Die Nebenwirkungen helfen noch mehr. So kann die Praxis erst richtig florieren.

Pharmafirmen: Millionengeschäft mit Pseudo-Studien

Millionengeschäft mit Pseudo-Studien: Wie Pharmafirmen Ärzte beeinflussen.

Wirkt ein Medikament? Vertragen es die Patienten? Diese Fragen nutzen Pharmafirmen für ein fragwürdiges Anreiz-System.

Lesen Sie hier weiter…

Die Marketingfirmen der Pharmariesen entwickeln laufend Krankheiten für Medikamente, so dass heute fast jeder Mensch Medikamente schluckt oder spritzen lässt. Krankheiten, die es eigentlich gar nicht gibt. Doch der Mensch ist so unsicher, dass er sich alles aufschwatzen lässt und sich dann genau so krank fühlt, wie beschrieben. Und der moderne Mensch will das auch, er will Medikamente schlucken und schlucken. Nur so fühlt er sich gesund. Auch nur zum vorbeugen einer Hokus-Pokus-Erkrankung.

Ärzte: aggressive Patienten

Nicht nur im täglichen Praxis- und Spitalbetrieb, sondern auch im Internet haben es die Mediziner mit immer aggressiver werdenden Patienten zu tun. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des deutschen Ärzte-Netzwerks Esanum, an der sich 131 Ärztinnen und Ärzte beteiligten. Es handelt sich vor allem um Allgemeinpraktiker, Internisten, Gynäkologen und Chirurgen.

Dies die wichtigsten Ergebnisse:

  • 58 Prozent der befragten Ärzte sind der Meinung, dass Patienten heute aggressiver sind als früher. Bei den Ärztinnen liegt der Anteil sogar bei 65 Prozent.
  • 45 Prozent der Ärzte wurden von Patienten schon einmal beleidigt, bedroht oder es wurde sogar Gewalt angewendet. In den Spitälern ist der Anteil am höchsten.
  • 44 Prozent der Ärzte wurden schon übers Internet beleidigt oder es wurden Unwahrheiten über sie verbreitet. Bei niedergelassenen Ärzten mit einer Einzelpraxis ist der Anteil am höchsten.
  • 67 Prozent der Ärzte stellen fest, dass Patienten wegen des Internets kritischer mit Diagnosen umgehen und diese stärker hinterfragen.
  • 61 Prozent der Ärzte halten die Patienten heute für besser informiert und damit mündiger als vor dem Aufkommen des Internets.
  • 15 der Patienten können ihre Symptome dank dem Internet besser beschreiben.

Hohoho, das erleben wir auch. Doch es ist irgendwie begreiflich, denn so viele Ärzte haben ein sehr bescheidenes Wissen und zahlreiche Diagnosen sind schlichtweg falsch oder unvollständig. Ärzte verschreiben Pillen, die noch Nebenwirkungen auslösen. Immer mehr und mehr. Da wird der Patient automatisch aggressiv.

Warum sie bei uns aggressiv werden ist ganz einfach erklärt, wir halten ihnen den Spiegel vor und sie sehen, wie sie langsam ihren Körper und Geist zerstört haben. Die etwas Cleveren sehen das jedoch schnell ein und werden wieder normal. Ein gutes Gespräch entwickelt sich und die Therapiemassnahmen können zusammen umgesetzt werden.

Was wissen Ärzte besser

  • Ärzte kennen die Grenzen der Medizin. Und sie wissen, dass ihr Einfluss letztlich beim Willen jedes Patienten endet. Ärzte wissen aber auch was sie wissen und was nicht. Ärzte wissen, dass ihr Wissen eingeschränkt und von der Pharmaindustrie gesteuert wird.
  • Sie wissen, dass man kaum je aufgrund eines einzelnen Symptoms auf die Krankheit schliessen kann. Ja, das ist so.
  • Sie kennen die Grenzen der Schmerzkontrolle. Und im Gegensatz zu ihren Patienten wissen sie, dass es hier kaum je damit getan ist, eine Pille zu nehmen. Und trotzdem werden meistens mehrere Pillen auf einma verschrieben, die nichts nützen.
  • Sie wissen, wie man stirbt. Denn sie wissen, ab welchem Punkt es nichts mehr bringt, «alles zu geben».
  • Sie machen oft die Erfahrung, dass es religiösen Menschen schwerer fällt, ihr Leben loszulassen.
  • Sie wissen, dass viele Patienten ihren Gesundheitszustand massiv überschätzen. Das sehen wir auch täglich in unserer Praxis – als Nichtärzte.
  • Sie wissen oft, wann ein Patient ihnen eine Unwahrheit erzählt. Und sie wissen, dass man manche Patienten manchmal wieder auf den Weg zur Wahrheit zurückführen muss. Manchmal zum Beispiel, indem man ankündigt, einen Psychologen zu Rate ziehen zu wollen. Wir merken das auch immer wieder, dass die Wahrheit nicht immer ans Tageslicht kommt. Warum eigentlich? Patienten wollen doch schmerzfrei und gesund werden – oder doch nicht?
  • Sie wissen Dinge, die man auf Google nicht findet.
  • Sie wissen, dass die Patienten fast immer falsch über ihren Alkoholkonsum informieren. Welche Angaben auch immer einer macht – der Arzt wird es innerlich verdoppeln. Das betrift nicht nur der Alkoholkonsum, sondern generell die Ernährung mit Süssigkeiten und zu vielen tierischen Produkten. Uns wird immer erzählt wie gesund sich unsere Klienten ernähren. Das Gegenteil wäre korrekt.
  • Sie wissen, weshalb das Stethoskop erfunden wurde: aus hygienischen Gründen. Nämlich um das Herz abhören zu können, ohne dass man sein Ohr auf die Brust des Kranken legen muss.
  • Sie wissen, dass unfreundlichen Patienten eher schlechtere Behandlungen erfahren. Und dass die schlecht riechenden Patienten in der Regel am allerschlechtesten behandelt werden. Denn in beiden Fällen wird sich das medizinische Personal bemühen, möglichst kurz mit dem Patienten zusammen zu sein. Tja, so ist es halt auch bei uns.
  • Sie wissen, dass Patienten die Qualität eines Arztes oft kaum beurteilen können. Die meisten Patienten sind sehr zufrieden mit ihrem Hausarzt, weil nach der Behandlung die Symptome verschwinden (die sonst ohnehin abgeklungen wären). Die Inkompetenz eines Arztes zeigt sich nur selten – bei schweren Fehlern.
  • Sie wissen oft bei einem Symptom, was als nächstes kommt. Das ist das beängstigende an der Arbeit.

Quelle: medinside.ch

Das Hauptproblem für Patienten ist ganz einfach den guten Arzt zu finden.

Ein Beispiel von mir selber:

Anfangs Dezember bin ich in eine Zaharztpraxis gegangen. Ich litt an Zahnschmerzen. Eine Plombe ist herausgefallen. Die Zahnärztin untersuchte jeden Zahn peinlichst genau und machte von allen Seiten Röntgenbilder. Nach einer Weile meinte sie, der Weisheitszahn müsse raus. So schnell wie möglich. Der Zahnchirurg hätte am Freitag noch einen Termin frei. Er sei ein ganz ein netter Mann – alle Frauen in dieser reinen Frauenpraxis schwärmten von ihm. Was bringt mir ein netter Arzt, er muss Wissen haben und seinen Job gut machen. Ich war übrigens am Montag in der Praxis.

Ihre Chefin kam hinzu und meinte das Selbe. Der muss raus. Sie fragte mich danach sofort nach meinen Budgetmöglichkeiten. Für den Zahn, wo die Plombe rausfiel. Also mit 3000 Franken müsse ich schon rechnen (Krone). Oben sei auch etwas Blombe abgebrochen, das wären nochmals 3000 Franken. Implantat wäre noch teurer.

Am Zahn selber, wo die Blombe fehlte wurde nichts gemacht. So ging ich nach 1 1/2 Stunden aus der Praxis. Beim Verabschieden kam nochmals die Chefin auf mich zu. Ich solle mir das wegen dem Budget überlegen.

Nach 3 Tagen ein neuer Anlauf bei einem neuen Zahnarzt. Er sah sich auch alles an und meinte drei Zähne wären zum flicken. Ob er mir beim Zahn, wo die Plombe fehlt ein Provisorium machen soll. Natürlich habe ich gesagt. Doch der gute Zahnarzt bohrte nicht den Rest der Plombe aus dem Zahn. sondern drückte das Provisorium rein und fertig. Neuer Termin am 8.1.2016.

Das ging zwei Wochen gut und zwischen Weihnachten und Neujahr begann es zu eitern…, geschwollene Backe…

Zahnarzt Nr. 3 hatte nun endlich begriffen, was zu tun ist. Die Wurzelbehandlung klappte jedoch nicht – zu viel Eiter – und so wurder mir heute der Zahn gezogen. Für meine Schmerzen nach dem Zahnziehen bekam ich Ibu. 600 (Zensur!). Die Tablette nützte gar nicht. So viel zur Qualität von Ibu. Das Zeugs taugt nichts. Mit Luft verdient die Herstellerfirma viel Geld und löst damit unter Umständen recht happige Nebenwirkungen aus.

Sie sehen liebe Leserin, lieber Leser, auch wir haben unsere Probleme mit Ärzten. Doch es gibt sie noch, die, die was verstehen und eine saubere Arbeit machen.

 

Nichtswissende Patienten wollen von nichtswissenden Ärzten Medikamente

Beispiel: Antibiotika

Je lockerer er Antibiotika verschreibt, desto besser finden die Patienten ihren Arzt: Dies wäre kurzgefasst das Fazit einer Studie, welche vom King’s College in London durchgeführt wurde.

Die Aussage enthält natürlich erhebliche Brisanz: Die Idee, den Medikamenteneinsatz herunterzufahren, oder der Anspruch, durch Mässigung beim Antibiotika-Einsatz einen Beitrag zur Resistenz-Problematik zu leisten – dies würde dadurch konterkariert.

«Es ist bedenklich, dass die Patienten bei einem Arztbesuch ein Rezept für ein Antibiotikum als Erfolg betrachten», meinte Tim Ballard, der Vizepräsident des Royal College of General Practitioners, gegenüber dem «Guardian».

Quelle: medinside.ch

Jetzt im Winter werden wieder bei kleinsten Erkältungen oder Grippe Antibiotika verschrieben und von den Patienten verlangt. Nun gegen was soll Antibiotika helfen: Viren oder Bakterien, oder etwa bei beiden – nicht oder doch? Na fragen Sie mal Ihren Arzt. Was er dzu meint.

Wie sag‘ ich’s meinem Patienten

diagnosen, ärzte

Aus dem Buch Ärztliche Kommunikation, hier…

Also all das was wir auf unserer Internetseite über Ärzte schreiben ist bestens bekannt. Unternommen wird …nichts… denn der Laden läuft ja so bestens…

Der Patient ist heute Partner für den Arzt, am besten operiert er auch gleich selber.

Was man so alles im Radio (SRF1) hört:

Wenn Ihr Arzt und Chirurg Sie am falschen Ort operiert sind Sie als Partner und Patient selber schuld. Sie müssen ihm zeigen, wo und was er operieren soll.

Komische Sichtweise. Doch, das ist tatsächlich so. Wer das nicht macht, hat einfach Pech, wenns anders herauskommt.

Am besten führt der Patient die Operation auch gleich selber durch. Sicher ist sicher.

Stellen Sie sich vor, beim Pneuwechsel vergisst der schlecht bezahlte Arbeiter, die Schrauben anzuziehen oder er montiert nur die Felgen ohne Pneu.

Nur die hochdotierten Ärzte können so arbeiten…