Schlagwort: Koffein

 

Wie viel Koffein vertragen wir

Millionen von Menschen brauchen jeden Tag Koffein – einerseits um richtig wach zu werden, andererseits um konzentriert, fokussiert und „dran“ zu bleiben. Mit der richtigen Dosis Koffein steigert die Konzentrationsfähigkeit: Herzschlag und Stoffwechsel kommen richtig auf zack, die Körpertemperatur steigt und die Blutgefässe verengen sich. Dann kommt der Energie-Kick: Etwa 15 bis 30 Minuten nach dem ersten Schluck fühlen wir einen Energieschub, der sogar mehrere Stunden andauern kann.

Wer das jedoch braucht, lebt nicht unbedingt gesund. Er braucht und wird Abhängig von Koffein. Ohne Koffein geht immer weniger.

Wann ist es zu viel? Wenn folgendes auftaucht: Insomnia (Schlaflosigkeit) und Schlafstörungen, jedoch auch Müdigkeit, Nervosität, Zittrigkeit, Ruhelosigkeit, Gereiztheit, Verdauungsbeschwerden, erhöhter Herzschlag, Muskelzuckungen, Muskelschmerzen, Ängste auftauchen, Depression, Burnout…

Ein gesunder Körper verträgt:

  • vier Tassen Brühkaffee (die Medizin spricht von 3 – 4 Tassen Kaffee)
  • zehn bis elf Coladosen
  • zwei Energydrinks
  • fünf Espresso-Shots
  • einem Starbucks Venti Kaffee oder
  • zweieinhalb „Monster“-Energydrinks (die kleinere Dose) entsprechen.

Kinder und Jugendliche sollten auf Koffein grundsätzlich verzichten.

Quelle: u.a. codecheck.info

Berücksichtigen Sie auch den massiven Zuckergehalt einiger Getränke!

Wirtschaftsvertreter rechnen Energy-Drinks-Problem klein

Eine gestern veröffentlichte Studie der EFSA bestätigt, dass vor allem Jugendliche durch Energy Drinks gefährlich viel Koffein zu sich nehmen. Doch sowohl das Bundesernährungsministerium als auch die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke rechnen die Problematik von Energy-Drinks weiter klein – und argumentieren dabei mit alten Zahlen. 

foodwatch fordert Bundesernährungsminister Christian Schmidt auf, die Warnungen aus der Wissenschaft endlich ernst zu nehmen und den Verkauf der umstrittenen Wachmacher an Kinder und Jugendliche zu untersagen. Das Bundesministerium lehnt dies bislang ab – obwohl neben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auch die zuständige deutsche Behörde vor Gesundheitsrisiken warnt und Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO schon länger eine Altersbeschränkung für den Verkauf von Energy Drinks empfehlen.

Jeder vierte überschreitet Höchstmenge

Die gestern in einer endgültigen Fassung veröffentlichte EFSA-Studie, deren Entwurf bereits im Januar an die Öffentlichkeit gelangt war, zeigt, dass viele Jugendliche durch Energy Drinks zu viel Koffein zu sich nehmen. Erstmals hat die EU-Behörde einen Höchstwert für Koffein ermittelt, wonach Erwachsene bei einer Einzeldosis von 200 Milligramm Koffein keine Nebenwirkungen zu erwarten hätten. Doch laut der EFSA-Untersuchung trinkt jeder vierte Jugendliche in der EU (zwischen 11 und 17 Jahren), der zu Energy Drinks greift, drei oder mehr Dosen davon – und überschreitet dadurch die maximal empfohlenen 200 Milligramm Koffein (vgl. Table 4, S. 29 der EFSA-Studie).

Wirtschaft und Politik argumentieren mit alten Daten

Sowohl das Bundesernährungsministerium als auch die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) rechnen die Energy-Drinks-Problematik jedoch klein. Das Bundesministerium behauptete kürzlich, Energy-Drinks hätten „so gut wie keine statistische Bedeutung“ für die Koffeinaufnahme von Jugendlichen. Auch die wafg behauptete gestern in einer Pressemitteilung, der Anteil von Energydrinks an der gesamten täglichen Koffeinaufnahme bei Jugendlichen läge in Deutschland „unter einem Prozent“. Diese Aussagen sind allerdings nicht haltbar: Die zugrunde liegende Statistik aus der EFSA-Untersuchung (Appendix E, S. 106 der EFSA-Studie) basiert im Falle Deutschlands auf einer Erhebung, die zum einen bereits neun Jahre alt ist und zum anderen nur 6-11-jährige Kinder umfasst – beides hat die EFSA gegenüber foodwatch bestätigt. Aussagen über den Energy-Drink-Konsum von Jugendlichen sind auf dieser Basis nicht machbar.

68 Prozent der Jugendlichen greifen zu Energy Drinks

Energy Drinks sind vor allem bei bei Kindern und Jugendlichen beliebt: Der EFSA zufolge greifen 68 Prozent der Jugendlichen in der EU zu den Getränken. Hochverzehrer sind besonders gefährdet, Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen zu erleiden. Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing mit Extremsportlern sind die kalten Getränke nicht vergleichbar etwa mit dem ebenfalls stark koffeinhaltigen Kaffee.

Quelle: foodwatch.de (Petition unterschreiben)

EFSA bestätigt Gesundheitsrisiko von Energy Drinks

Eine aktuelle Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA bestätigt: Vor allem Jugendliche nehmen durch Energy Drinks gefährlich viel Koffein zu sich. Wann werden die Warnungen aus der Wissenschaft endlich ernst genommen und den Verkauf der umstrittenen Wachmacher an Kinder und Jugendliche zu untersagen.

Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen schon länger, den Verkauf an Kinder und Jugendliche einzuschränken. Auch die EU-Lebensmittelbehörde sowie die zuständige deutsche Behörde warnen vor Risiken der Energy Drinks – aber Bundesernährungsminister Schmidt ignoriert beharrlich alle Warnungen, so foodwatch.

Studie zeigt: Jugendliche nehmen zu viel Koffein zu sich

Die aktuelle Studie der EFSA zeigt, dass Jugendliche, die besonders oft zu Energy Drinks greifen, zu viel Koffein zu sich nehmen. Im Rahmen einer aktuellen Risikobewertung hatte die Behörde vergangene Woche erstmals einen Höchstwert für Koffein ermittelt: Bei einer Dosis von drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht hätten Erwachsene keine Nebenwirkungen durch Koffein zu erwarten, so die Studie. Auch für Kinder und Jugendliche könnten drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als Orientierungswert dienen. Ein 12-jähriger Junge mit 50 kg Körpergewicht überschreitet nach dieser Rechnung schon mit einer 0,5 L Dose eines Energy Drinks diese Grenze.

Millionen Jugendliche in Europa konsumieren allerdings regelmäßig deutlich mehr der Getränke: In fünf von 13 EU-Mitgliedstaaten, die die EFSA-Forscher untersucht hatten, nehmen Jugendliche mehr Koffein auf als empfohlen. In Deutschland gelten bis zu 6,6 Prozent der Jugendlichen als „Hochverzehrer“ und überschreiten die EFSA-Höchstmengen für Koffein. Als wesentliche Quelle für die Koffeinaufnahme unter Jugendlichen nennt die EFSA Energy Drinks.

Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Produkte – anders als etwa der ebenfalls stark koffeinhaltige Kaffee – gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt: Einer früheren EFSA-Studie zufolge greifen 68 Prozent der Teenager zu den Getränken. Davon sind laut EFSA 12 Prozent „high cronic consumers“ (Konsum mindestens viermal wöchentlich) sowie 12 Prozent „high acute consumers“ (mehr als ein Liter pro Konsum). Hochverzehrer sind besonders gefährdet, Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen zu erleiden.

Litauen hat bereits Abgabeverbot an Jungendliche erlassen

Das deutsche Lebensmittelrecht gebietet es, „den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Vorbeugung gegen eine oder Abwehr einer Gefahr für die menschliche Gesundheit sicherzustellen“ (LFGB, § 1 (1)). Vorsorgliche Maßnahmen gebietet auch das übergeordnete europäische Lebensmittelrecht. Ende 2014 hatte Litauen als weltweit erstes Land ein Abgabeverbot von Energy Drinks an Kinder und Jugendliche in Kraft gesetzt.

Quell: foodwatch.de

Gefährliche Wachmacher: foodwatch fordert Verbot von Energy Shots

foodwatch fordert ein Verbot sogenannter „Energy Shots“. Die kleinen Fläschchen enthalten Koffein und Taurin in besonders starker Konzentration. Sowohl die hochkonzentrierten Energy Shots als auch herkömmliche Energy Drinks stehen im Verdacht, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und sogar Todesfälle zu verursachen. Bei den Shots ist die Gefahr einer Überdosierung allerdings besonders groß. 

Während für Red Bull und Co. die bei Jugendlichen sehr beliebten Energy Shots ein Riesengeschäft sind, stellen sie für die Gesundheit der Kunden womöglich eine Riesengefahr dar. Ein Energy Shot von 60 Milliliter enthält die gleiche Menge Koffein und Taurin wie eine normale Red-Bull-Dose – allerdings in vierfacher Konzentration. Insbesondere beim Sport oder in Kombination mit Alkohol warnen Wissenschaftler vor möglichen Nebenwirkungen. Trotzdem bewirbt Red Bull die Getränke mit jungen, angesagten Extremsportlern für angeblich ‚erhöhte Leistungsfähigkeit‘.

foodwatch fordert ein generelles Verkaufsverbot der hochkonzentrierten Shots. Zudem sollen herkömmliche Energy Drinks deutliche Warnhinweise auf der Verpackung tragen und nur noch ab 18 Jahren verkauft werden dürfen.

Energy Shots gelten als „nicht sicher“

Das Bundesverbraucherministerium hat im Mai 2012 zwar Höchstwerte für Inhaltsstoffe wie Koffein und Taurin in Energy Drinks erlassen. Red Bull umgeht diese Regelung allerdings, indem der Hersteller die Shots offiziell als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert: Der Red Bull Energy Shot enthält mehr als viermal so viel Koffein und Taurin pro Liter als für Energy Drinks erlaubt ist.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stufte bereits im Dezember 2009 in einer Untersuchung für das Bundesverbraucherministerium Energy Shots als „nicht sicher“ ein und sprach sich für ein Verbot aus: Da ein Warnhinweis auf der Packung nicht ausreiche, um eine Überdosierung auszuschließen, empfahlen die Wissenschaftler „das Inverkehrbringen von ‚Energy Shot‘ Produkten zu untersagen“. Auch die französische Lebensmittelbehörde ANSES warnte 2012, dass die Sicherheit der Produkte nicht garantiert werden könne. In den USA ermittelt derzeit die zuständige Food and Drug Administration (FDA), ob mehrere Todesfälle durch Energiegetränke ausgelöst wurden. Problematisch ist dabei nicht allein der erhöhte Koffeingehalt. Die gesundheitlichen Risiken werden auch mit möglichen Wechselwirkungen mit dem hochkonzentriert zugesetzten Inhaltsstoff Taurin sowie mit begleitend konsumiertem Alkohol begründet.

Quelle: foodwatch.de

Hirndoping?

In unserer zunehmend „verkopften“ Welt spielt die intellektuelle Leistungsfähigkeit (Intelligenz, Arbeitsgedächtnis, etc.) eine immer größere Rolle. Methylphenidat, Modafinil und Co. versprechen große Effekte innerhalb kürzester Zeit. Aber wie groß sind die Effekte bei „normalen“ Probanden tatsächlich? Kommt es zu einer allumfassenden Leistungssteigerung oder verbessern sich lediglich bestimmte Fähigkeiten? Gute Studien zum Thema Hirndoping sind bislang Mangelware. Zu den besseren Untersuchungen gehört die Studie von Müller et al. (2013), in der die Wirkung von Modafinil mit einer Placebo-Pille verglichen wurde.

Hirndoping – Neuro-Enhancement – Wachmacher – Koffein – Methylphenidat (Ritalin) – Modafinil – Amphetamine – Met-Amphetamine – Film „Ohne Limit“ – Verbreitung von Hirndoping unter Studenten: 20% gaben an mind. einmal im vergangenen Jahr „gedopt“ zu haben – ca. 1-5% dopen regelmäßig – randomized response Technik – Methylphenidat (Ritalin) fast keine Wirkung (man hat aber das Gefühl sehr gut zu sein) – Arbeitsgedächtnis – Exekutive Funktionen – Müller et al. (2013): 64 Versuchspersonen; Modafinil vs. Placebo; durchwachsene Effekte auf kognitive Leistungen; erhöhtes „task enjoyment“ – Sind die Effekte mit verbesserter Motivation zu erklären? – Langzeitnebenwirkungen bei gesunden Probanden noch unbekannt – Vigilanz – Koffein – interindividuelle Unterschiede – Psychologie – Gehirn – Neurowissenschaften – Gehirnforschung – Motivation.

Mit gesunder Ernährung und Joggen brauchen Sie kein Hirndoping. Ihr Hirn funktioniert bestens. Joggen und rennen produziert Hirnzellen.