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Pharma kontrolliert Gesundheitsportale im Internet

Immer mehr Menschen suchen im Internet nach Antworten auf Fragen zu ihrer Gesundheit. Diesen Trend hat auch die Pharmaindustrie entdeckt und versucht, Kontrolle über wichtige Internetseiten im Bereich der Gesundheit zu ergreifen.

Ein Beispiel: Im Juli 2017 hat ein der Pharmaindustrie nahestehender Investmentfonds* das amerikanische Unternehmen WebMD Health erworben.

Dieses wiederum besitzt mehrere der weltgrössten Gesundheitsportale, wie WebMD.com oder Medscape.com. Auf diesen Portalen werden Informationen und therapeutische Empfehlungen zu den häufigsten Gesundheitsfragen gegeben – von Allergien oder Übergewicht bis hin zu psychischen Leiden. Besucht werden die Internetseiten jeden Monat von mehr als 75 Millionen Privatpersonen und 650’000 Angehörigen der Gesundheitsberufe, wie z.B. Ärzte oder Apotheker.

Ein mächtiges Werkzeug in den Händen der Pharma, um alternative Heilmethoden in den Hintergrund zu drängen und für ihre Produkte, wie Medikamente, Impfungen, medizinische Behandlung und Operationen usw. zu werben.

Quelle: S&G Handexpress und http://www.turi2.de/aktuell/finanzinvestor-kkr-kauft-gesundheitsportal-webmd/

*KKR (Kohlberg Kravis Roberts) & Co. Ltd.

Anmerkung: Es werden auch kleinere Internetseiten (darunter auch Ligen), auch bei uns in der Schweiz, von der Pharmaindustrie finanziell unterstützt und zwar so gut, dass Sie bei allen Suchmaschinen sehr gut gefunden werden. Auf diesen Seiten werden immer wieder alternative Möglichkeiten aufgezeichnet, jedoch in der Regel Dinge, die gar nichts bewirken können und der Interessent schnell aufgibt und sich wieder den Medikamenten, Operationen usw. hingibt. Macht regiert die Welt. Mit ihren enorm riesigen Margen (die einzige Branche mit 1’000 – 10’000ender Marge) auf Pharmaprodukte können Sie mehr Geld ausgeben für Werbung als für Forschung, wenn man das überhaupt Forschung nennen kann.

Wie können Sie herausfinden, ob Sie auf einer guten, seriösen «freien» Gesundheitsinternetseite sind?

Nicht ganz einfach, denn viele denken auch wir seien Halunken und wollen nur das Geld leidender Menschen kassieren.

Mit grösster Vorsicht sind immer Internestseiten zu geniessen, die alles kostenlos anbieten, die Kunden, resp. Klienten gar nicht sehen und über sie gar nichts wissen wollen, sondern einfach irgend ein Produkt verkaufen möchten. Produkte, die man doch sofort kaufen soll, damit man noch irgendwelche Rabatte bekommt. Man wird auch sofort aufgefordert einen Like auf Facebook zu setzen, ohne dass man irgend etwas bereits ausprobiert oder das Produkt bekommen hat. All zu grosse Besucherzahlen auf youtube und anderen Kanälen können Anbieter für wenig Geld kaufen. Dafür gibt es spezialisierte Agenturen, die das umsetzen können.

Gute Internetseiten werden von einzelnen Personen oder einem kleinen Team erstellt und betreut. Menschen, die Ihre Berufung, tatsächlich zu helfen, gefunden haben. Menschen, die jeden Tag aktiv mit Klienten zu tun haben. Die über einen grossen Erfahrungsschatz verfügen. Nicht nur Theoretiker oder Ärzte, die zu wenig Arbeit haben – oder Therapeuten, die um ihre Existenz kämpfen und deshalb andere Therapeuten ausbilden wollen.

Therapeuten-Seiten, die keine Honorarangaben machen und der Interessent zuerst anrufen muss.

Zu viele Zertifikate, Diplome oder Ausbildungen, die im Internet gezeigt werden, sind keine Garantie für «echtes» Wissen und die Beherrschung der Umsetzung. Die Erfahrung! Grösste Vorsicht von Ausbildungscentren, die ihren eigenen ausgebildeten Therapeuten an den Karren fahren und alles kostenlos ins Internet setzen, nur um Produkte verkaufen zu können.