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Gentest in der Apotheke

Besser gesagt: Abzocke in der Apotheke.

In der Senso-Zeitschrift von der Helsana-Krankenkasse wird eine bekannte Apotheke in Zürich vorgestellt. Der innovative Chef beschreibt wie er eben innovativ ist und vor kurzem im Schaufenster zu Gentests aufgerufen hat.

Zwanzig eigene Mitarbeiter haben die Test selber gemacht und natürlich kamen auch Kunden ins Geschäft, die so einen Gentest wollten.

In so einem Gentest kann man erkennen, an was man vielleicht mal erkrankt – sicher ist nichts – und man kann sich eine Diät zusammenstellen lassen, um abnehmen zu können. Sollte der Gentest tatsächlich die berühmten A. Jolie Gene zeigen, rennen die Frauen zur Brustamputation… Ob das was bringt? Für die Frau? Für den Arzt ein gutes Geschäft und für den Apotheker auch.

Kostenpunkt für ein Gentest? Hier findet man Angebote für rund 400 bis 1200 Franken. Geld, das man auch aus dem Fenster werfen kann. Oder wollen Sie wirklich wissen, ob Sie in ein paar Jahren an Krebs sterben werden. Oder sind Sie so gewickelt, dass Sie nicht selber abnehmen können, wenn Sie sich korrekt gesund ernähren oder einfach mal weniger essen und in die Bewegung kommen.

Ich weiss, das ist für den modernen Menschen nicht einfach, da hilft so ein Gentest doch wesentlich mehr… Oder? Nein, das ist wie bei der Blutgruppendiät. Kostenpunkt um die 700 Franken. Nur wenige nehmen tatsächlich ab. Auch nur wenn sie weniger essen und mehr Kalorien verbrauchen, also in Bewegung kommen.

Übrigens muss der Gentest jeder selber berappen. Wäre noch schöner, wenn die Krankenkassen zahlen würden. Es reicht schon, wenn man so was in einer Krankenkassen-Zeitschrift liest.

Übrigens, was niemand sagt: Gene verändern wir durch unsere Ernährung, unser Nichtstun, unser Stress, unser Umweltgift…

Die Gentest-Leidenschaft unserer Mediziner und ganz normalen Menschen

Forscher und Ärzte haben ein riesiges Problem. Von kaum einer Krankheit wissen sie von wo sie kommt. Die Ursachen von Krankheiten sind meistens, ja man kann schon von fast 100 % sprechen, unklar. Immer wieder hören Patienten, dass sei halt das Alter oder wir haben die Krankheit geerbt. «Es liege wohl im Erbgut». Oder, wenn der Arzt ehrlich ist, sagt er keine Ahnung.

Die Forscher haben seit Jahrzehnten ein neues Betätigungsfeld: Die Gene, das Erbgut. Doch auch hier kommen sie an ihre Grenzen, denn das was sie bis heute herausgefunden haben ist nichts, höchstriskant und stimmt selten bis nie.

Sogar google (kennen Sie ja sicher) wollte ins Geschäft einsteigen. Sie hat 23andMe finanziert, eine Firma, die für 99 Dollar Gentests im Internet anbietet. Es werden 237 Krankheitsrisiken und genetische Dispositionen untersucht. FDA verbot allderdings Ende 2013 die Tests in den USA. Die Benutzer können die Testresultate nicht richtig interpretieren. Mit Sicherheit ist das Thema jedoch noch nicht vom Tisch.

Wie unsicher Gentests sind zeigt der Fall von Angelina Jolie, die sich beide Brüste amputieren liess (wenn es überhaupt stimmt). Warum? Ihre Mutter starb an Brustkrebs. Sie liess dann einen Gentest machen mit dem Ergebnis: Der BRCA-1-Gen wurde bei ihr festgestellt. Dieses Gen soll ein hohes Krebsrisiko haben.

Das Nationale Krebsinstitut (NCI, National Cancer Institute) veröffentlichte: «Selbst wenn Sie positiv auf die BRCA-1-Genmutation getestet werden, kann das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, noch immer von anderen Faktoren bestimmt werden».

Ausführlicher: Die meisten BRCA-1 und BRCA-2 Untersuchungen wurden an grossen Familien durchgeführt. Viele Familien-Mitglieder waren an Krebs erkrankt. Die Schätzungen und Risiken für Brust- und Eierstockkrebs im Zusammenhang mit BRCA-1 und BRCA-2 sind aufgrund von Studien mit diesen Familien erstellt worden. Da Mitglieder einer Familie einen Teil ihrer Gene teilen (Mutter während ihrer Schwangerschaft) und oft auch in demselben Umfeld – mit den gleichen Lebensgewohnheiten – leben, ist es gut möglich, dass die hohe Zahl der Krebsfälle in diesen Familien zumindest teilweise auf andere genetische Faktoren (wenn überhaupt) oder Umweltfaktoren zurückzuführen sind.

Deshalb sind Risikoeinschätzungen, die auf Familien mit vielen Krebskranken beruhen, unsicher, ja sogar nicht brauchbar. Es liegen ebenfalls keine Zahlen über Langzeitstudien an der Allgemeinbevölkerung vor, bei denen das Krebsrisiko von Frauen mit einer BRCA-1- oder BRCA-2-Mutation mit dem von Frauen ohne solche Mutation verglichen worden sind.

Solche Gentests, solche Schnellschüsse, nur weil man wieder der grosse Verdienst im Kopf hat, müssten verboten werden. Im Klartext: Finger weg von solchen gefährlichen Spielereien. Das sind Spiele von Wahnsinnigen!

Es wird jedoch nicht mehr lange dauern, da werden Versicherungen, vor allem Lebensversicherungen, auf solche Gentests beharren. Oder wenn Sie auf der Suche sind nach einem Job, kommen sicher Firmen auf neue Gedanken und wollen Gentest von ihren Bewerben anfordern. Wahnsinne machen das dann auch noch!

Wichtig zu wissen: Wir alle verändern unsere Gene laufend mit unserer Ernährung. Wenn die ganze Familie gleich isst und ein Elternteil an Krebs erkrankt, kann es gut möglich sein, dass ein Kind später auch an Krebs erkrankt, vor allem wenn es gleich gegessen hat wie die Eltern, oder eben nur ein Elternteil.

Das wollen Forscher und Ärzte nicht akzeptieren. Es wäre zu einfach und das Multi-Milliarden-Geschäft der Gesundheitsindustrie würde zusammenbrechen. Natürlich auch das Nahrungsmittelimperium müsste von ihren Giftküchen wegkommen und wieder LEBENSmittel produzieren und keinen Gen-Schrott.

Sie sind der Meinung Gen sei noch nicht in unseren Lebensmitteln. Da täuschen Sie sich aber. So lesen Sie im Beobachter 12/14, Seite 9: Der Migros-Senf ist verunreinigt durch die gentechnisch veränderten, herbizidresistenten Rapssorten MS8 von Bayer Cropscience und GT3 von Monsanto. Ui, und das beim lieben Migros! Beide Rapssorten sind in der Schweiz laut Bundesamt für Lebensmittelzwecke nicht zugelasssen, auch nicht in diesem Fall. Migros ist das so ziemlich «Wurscht». Wir lassen den Senf vorläufig in den Regalen, heisst es. Aldi Süd zuständig für die Schweiz, der den Senf auch verkauft hat, reagierte schnell. Der Senf flog aus dem Sortiment. Bravo!

Augen auf: Achten Sie immer auf das Kleingeschriebene. Wenn Sie Herkunftsländer wie USA, Kanada oder Brasilien auf der Etikette lesen, können Sie mit grösster Sicherheit annehmen, dass es Gentech-Produkte sind. Das können nur kleinste Zutaten sein.

Gentests, überall. Der moderne Mensch braucht das.

Der Markt für genetische Untersuchungen wird immer unübersichtlicher. Neu sind Gentests auch in Schweizer Apotheken, Drogerien und Fitnesszentren käuflich. Doch neutrale Informationen zu den verschiedenen Tests sind kaum erhältlich, die notwendige und gesetzlich vorgeschriebene Beratung fehlt.

Der moderne Mensch frisst sich seine Gene kaputt und will dann wissen, ober er mal an Krebs erkrankt. Meine lieben LeserInnen, dafür braucht man keinen Gentest. Ein Hirn würde genügen. Machen Sie nicht alles den Schauspielerinnen nach, die sich Brüste amputieren lassen – nach einem Gentest. Weiterhin jedoch nicht auf gesunde Ernährung achten, sich weiterhin vergiften und dann halt an Darmkrebs… sterben. Diese bekannten Persönlichkeiten werden dafür bezahlt, dass sie alles öffentlich schönreden, wenn sie überhaupt operiert wurden.

Andere lassen sich zusätzlich noch mit CT (Computertomograph) durchleuchten. Was Sie nicht wissen CT hat 1000fache Röntgenstrahlen oder durchaus mehr… Werden Röntgenstrahlen nicht mit Krebs in Verbindung gesetzt. Ja, aber sicher!

Wir können Ihnen nur empfehlen die Finger von solchen Mistuntersuchungen zu lassen. Denn hier gewinnt nur die Medizin, nicht der Mensch, der Patient.

Wissen Sie wieso es überhaupt Gentests gibt? Schon bald gibt es für jede Krankheit Impfstoffe. Impfstoffe, die nicht wirken, aber viel Geld generieren. Der Mensch wird noch kranker, der Verdienst der Pharmaunternehmen und Ärzte steigt explosionsartig in die Höhe.

Aus diesem Grund lanciert der Basler Appell gegen Gentechnologie eine Informationsplattform zum Thema Gentests. www.gen-test.info gibt einen schnellen Überblick über die verschiedenen Testbereiche und zeigt kritische Punkte auf. Die Webseite ist ab sofort verfügbar. Sie soll interessierten Menschen dabei helfen, sich im Wirrwarr der Gentestangebote zurechtzufinden und insbesondere auch Sinn und Nutzen von Gentests hinterfragen.