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Denken Sie auch falsch? «Wir werden halt alle älter…»

So der Spruch den wir oft hören, sogar in der eigenen Familie. Schon in jungen Jahren, weit unter 40, jammern viele über ihren Zustand. Ach, wir werden nicht jünger, es ist halt so. Schon meine Mutter, mein Vatter, meine Oma und mein Opa waren mit 40 nicht mehr so jung und rannten ihren Krankheiten nach. Alle Ausreden werden gesucht, anstatt mal zu überlegen, was sie mit Ihrem Leben, Ihrem Körper täglich tun.

Die Gene sind eine hervorragende Ausrede. «Hab halt schlecht Gene von meinen Eltern mitbekommen». Der nicht wissende Arzt unterstützt das auch noch.

In jedem Lebensalter gibt es Menschen, die sehr viel fitter sind als ihre Altersgenossen – oder auch genau das Gegenteil. Neueste Studien belegen sogar, dass das biologische Alter beispielsweise bei 40-Jährigen zwischen 28 und 61 Jahren liegen kann. Das bedeutet, dass sich unser Körper in der Mitte des Lebens entweder noch auf höchstem Leistungsniveau oder bereits auf dem Stand eines Frührentners befinden kann.

Und wer hat’s im Griff? Jeder Mensch selber.

Wenn ich mich betrachte, fühle ich mich heute mit bald 62 Jahren, so wie ich mich mit etwa 30 hätte fühlen sollen. Hätte? Ja, auch ich habe meine Fehler gemacht und wurde nur noch älter, bis ich das Leben und meinen Körper verstanden habe. Das brauchte Zeit, doch je mehr ich mich damit beschäftigt habe, begriff ich und änderte einige Gewohnheiten, die so üblich sind. Gewohnheiten, die uns viele Jahre Fitness, geistig und körperlich, kosten.

In unserer Sprechstunde klären wir gern auf und informieren Sie ausführlich, denn so und nur so verschwinden Schmerzen, andere Beschwerden und auch Krankheiten.

Ich staune immer wieder, wie sich von Krankheiten Betroffene informieren. Immer so, dass es Ihnen am besten passt. Doch dieses Passen ist oft, man kann auch von der Regel sprechen, falsch und fördert Krankheiten. Im Moment erreichen Betroffene für eine gewisse Zeit einen kleinen Erfolg und meinen, dass sie absolut richtig liegen. Sie erzählen das im Bekanntenkreis, voller Stolz. Doch schleichend oder auch knallhart kommt die Krankheit zurück. Wir empfehlen deshalb in unserer Sprechstunde immer nur die sichersten Erkenntnisse und nicht dies und das, und das auch noch, was nichts an gesundheitlichen Problemen löst.

So lesen wir doch immer wieder Ernährungsratschläge von Ärzten, Therapeuten usw., die es wohl gut meinen, aber sich nicht optimal informiert haben. Auch ein Thema ist die Bewegung, viele empfehlen das Schonen über Wochen und Monate oder das Gegenteil, das Training in den Schmerz oder bei Krankheiten.

Die Meinungen sind unterschiedlich, hören wir immer. Der meint das, der andere etwas anderes, was ist nun korrekt? Korrekt ist der gesunde Menschenverstand wiedereinmal zu nutzen und auf seinen eigenen Körper zu hören. Nicht aufs Gehirn, sondern auf den Körper. Viele Gehirne werden laufend fehlgeleitet und mit Geschmacksverstärker und Medikamente verführt und lahmgelegt.

Passt Hirn wieder zum Körper, so wird alles perfekt! Perfekt gut! Besser geht es nicht mehr.

 

Was ist wichtiger? Idealgewicht oder körperliche Fitness

Was ist wichtiger für die Gesundheit und ein langes Leben: Idealgewicht oder körperliche Fitness?

Eine sehr interessante Studie aus Schweden wurde am 20.12.2015 publiziert: Man untersuchte 1,3 Millionen Männer über einen Zeitraum von 29 Jahren hinsichtlich Gesundheitsstatus, Sterberisiko, Fitness und Körpergewicht.

Ergebnisse: Körpergewicht und Fitness sind wichtig für die Gesundheit.

Normales Körpergewicht ist aber deutlich wichtiger für die Gesundheit als Fitness bzw. Sport.

Normalgewichtige Männer, die körperlich nicht fit sind, haben im Vergleich zu fitten Übergewichtigen ein um 30 % verringertes Sterberisiko!

Fazit: Sport und Idealgewicht sind beide vorteilhaft, aber das Gewicht ist wichtiger für eine langfristige Gesundheit als Fitness. Brauchen Sie jedoch Ihre Muskeln bis zum letzten Tag…

Referenz: Hogstrom G, Nordstrom A, Nordstrom P. Aerobic fitness in late adolescence and the risk of early death: a prospective cohort study of 1.3 million Swedish men. Int J Epidemiol. Published online December 20, 2015.

Anmerkungen: Diese Studie bestätigt die Ergebnisse anderer Studien, dass Körpergewicht bzw. Ernährung noch wichtiger als sportliche Aktivtäten sind. Und wie erreicht man ohne zu hungern sein Idealgewicht auf die gesündeste Art? Wir informieren Sie umfassend und kompetent in unserer Sprechstunde. Ihr schmerzender Körper, Ihre schmerzenden Gelenke werden sich freuen und Ihrem Hirn mitteilen… e e e n d l i c h…

Ich kann Ihnen nur wärmstens empfehlen, Bewegung zu suchen und Ihre Muskeln zu gebrauchen. Gehen Sie ansonsten mal in ein Alters- und Pflegeheim. Sie sehen dort 60, 70jährige ohne Kraft in den Rollstühlen sitzen. Ihnen fehlte die Bewegung. Und heute geht nichts mehr, weil niemand die Physiotherapie und den Muskelaufbau zahlt. Das bisschen Bewegungtherapie im Heim bringt nichts.

Fitness-Lebensmittel machen unfit

Egal, ob Riegel, Joghurt oder Müsli – viele Lebensmittel sind heute mit dem Label «fit» versehen. Doch wirklich fitter wird man durch ihren Konsum nicht, wie Forscher der Technischen Universität München (TUM) und der Pennsylvania State University herausgefunden haben. Ihnen zufolge essen gerade abnehmwillige Menschen mehr von diesen Produkten und bewegen sich danach weniger.

Lesen Sie hier weiter… Link zu 20Min.ch

Wie fit sind Schweizer?

Jesdes Jahr werden Umfragen gemacht und publiziert. Die meisten SchweizerInnen bezeichnen sich als fit und gesund. Die Zahl variert von Jahr zu Jahr, doch sie liegt um die 90 % und meistens darüber.

Das erstaunt mich sehr und ich würde meinen, dass das eine glatte Lüge ist. Kaum ein Mensch gibt bei einer Umfrage zu, dass er nicht fit und nicht gesund ist. Er müsste sich ja dann mit sich selber beschäftigen und sich die Frage stellen, wieso bin ich nicht fit und gesund.

Sie glauben es nicht. Ich beweise es Ihnen heute noch. Fahren Sie zu einem Grossverteiler, Coop, Migros, Aldi, Lidl und wie sie alle heissen. Stellen Sie Ihr Auto in die Nähe des Eingangs, bleiben eine halbe Stunde im Auto sitzen und beobachten Sie die Leute, die rein- und rausgehen.

Sie sehen vor allem Menschen mit Übergewicht. Menschen, die hinken, nicht aufrecht gehen, Ihre eingekauften Sachen kaum tragen können, Ja sogar kaum gehen können… Sie sehen auch keine fröhlichen Menschen, ob jung oder alt. Bereits Kinder machen ein grimmiges, übermüdetes Gesicht.

Früher, vor 30, 40 Jahren, war das anders. Da war es eine wahre Freude sich ins Strassenkaffee zu sitzen und die Leute zu beobachten. Ich weiss das noch sehr gut, denn wir waren oft in einem Gartenrestaurant oder in einem Strassenkaffee. Die Menschen waren fröhlicher und tatsächlich fitter.

Noch eine andere interessante Zahl aus dem Jahr 2012. Unsere Gesundheitskosten pro Person und Jahr liegt bei 8500 oder total 68 Milliarden Franken. Tendenz weiterhin steigend um die 5 – 6 % pro Jahr. Also für das Jahr 2013 um die 72 Milliarden.

In Deutschland gerade mal die Hälfte pro Person, ca. 4000 Franken.

Nun fragen wir uns mal, wenn sich 90 % für fit und gesund halten, warum haben wir denn so extrem hohe Gesundheitskosten?

Was machen Sie mit dieser Information? Sie soll Ihnen dazu dienen, sich einmal ein paar Gedanken zu machen… Wie fit Sie selber sind…