Kuriose Behandlungsformen von Ärzten + Therapeuten

In unserer Sprechstunde werden wir fast täglich mit äusserst kuriosen Behandlungsformen von Ärzten und Therapeuten konfrontiert. Diese Behandlungsformen werden wir hier laufend vorstellen. Natürlich können Sie sich so behandeln lassen. Es braucht dazu zwei Dinge:

  1. Sehr viel Mut oder Leichtsinn
  2. Zu viel Geld

Kernspin-Resonanz-Therapie

Bei einer Kernspinnresonanz Therapie handelt es sich nicht um eine Magnettherapie. Es wird hier ganz gezielt mit Resonanz (Schwingung?) auf Körperzellen eingewirkt, die dann eigene Regenerations- und Reparaturprozesse auslösen sollen.

Diese Therapie soll bei Arthrose, Osteoporose, Bandscheiben uva. Beschwerden und Krankheiten helfen.

So schreibt der Hersteller von Kernspin-Therapiegeräten bei Arthrose folgendes:

Grundlage aller lebensnotwendigen Abläufe im Körper ist der Stoffwechsel (Metabolismus). Hier wird viel Energie benötigt, um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Energie, die auch im Knorpel für Aufbau, Schutz und Reparatur des Knorpelgewebes benötigt wird. Fehlt den Knorpelzellen Energie, können die körpereigenen Reparaturmechanismen nicht mehr geleistet werden und es kommt zur Knorpeldegeneration.

In den verschiedenen Zonen des hyalinen Knorpels gibt es Chondrozyten unterschiedlicher Grösse, Form und metabolischer Aktivität. Jeder Chondrozyt ist für die Aufrechterhaltung der Extrazellulären Matrix und des Stoffwechsels in seiner direkten Umgebung verantwortlich. Defekte im Gelenkknorpel beeinträchtigen die Knorpelreparatur durch unzureichenden Matrixstoffwechsel.

Tritt eine Störung dieser Knorpelreparaturprozesse ein, müssen die Knorpelzellen ihren Stoffwechsel steigern, um den Stoffwechsel der extrazellulären Matrix aufrechtzuerhalten. Im degenerativen arthrotischen Prozess schaffen die Chondrozyten es nicht mehr, den Knorpelabbau auszugleichen, was mit der Zeit zu einem vollständigen Verlust der Knorpelschicht führen kann.

Hier setzt die therapeutisch genutzte Kernspintechnologie an. Das Kernspinresonanz-Therapiesystem wurde entwickelt, um eine gezielte Energieübertragung in die Zellen des Knorpelgewebes zu ermöglichen. Ziel ist eine Steigerung des Metabolismus und damit ein erneutes Auslösen der körpereigenen Reparaturmechanismen bzw. Regenerationsprozesse. Damit geht die Therapie direkt eine der Ursachen der Arthrose an.

Nun, was ist davon zu halten?

Unsere Klienten, die diese Therapie bei einem Arzt gemacht haben, sind der Meinung, dass eine kleine Verbesserung leicht spürbar sei. Für ein paar Stunden. Mehr leider nicht. Wie wir wissen schmerzt Arthrose selten bis nie. Lesen Sie dazu unsere Informationen hier…

Was braucht ein Knorpel damit er nicht verkümmert?

  • Gesunde Ernährung mit Nährstoffen
  • Keine Übersäuerung
  • genügend Bewegung, täglich

Zur Info: Ein Knorpel, der im Labor gezüchtet wird, braucht rund 1  bis 1 1/2 Jahre bis er zu gebrauchen wäre.

Was brauchen Knochen bei Osteoporose?

  • Gesunde Ernährung mit Nährstoffen
  • Kalzium mit Vitamin K2
  • Keine Übersäuerung
  • tägliche Bewegung mit Krafttraining

Zur Info: Eine defekte Bandscheibe (Bandscheibenvorfall) ist nicht heilbar, auch nicht mit Kernspin!

Mit Resonanz (Kernspin) erreichen Sie nichts. Kernspin wäre korrekt ausgedrückt eine Magnetresonanztomographie, abgekürzt MRT, bei uns in der Schweiz gern auch MRI genannt. Es ist ein bildgebendes Verfahren.

Die Kernspin-Therapie wird mehrmals durchgeführt, zum Teil sogar über Jahre. Die Krankenkasse zahlt nichts. Der Erfolg ist sehr bescheiden. Die Patienten kommen zu uns, berichten darüber oder lassen sich ein künstliches Gelenk, das auch nicht notwendig wäre, einsetzen.

Medizinische Behandlungen bei einem Bandscheibenvorfall

Intradiskale Mikrotherapie mit DiscoGel®
Ohne Operation können Bandscheibenvorfälle durch einen minimal-invasiven Eingriff mit DiscoGel® behandelt werden. Discogel® verändert den Kern der Bandscheibe derart, dass sich der Vorfall zurückbildet. Zur Behandlung wird unter Lokalanästhesie mit einer feinen Nadel DiscoGel® in die Bandscheiben eingespritzt, ohne dass der Spinalkanal eröffnet wird. Die Mikrotherapie erfolgt unter millimetergenauer Steuerung mittels eines Computertomographen. Narben entstehen keine. Eingriff dauert ca. 20 bis 30 Minuten, danach kann der Patient nach Hause gehen. Krankenhausaufenthalt und postoperative Physiotherapie sind nicht notwendig.
Ein Eingriff ist ein Eingriff, egal wie gross er ist, viele spüren ihn noch Monate oder sogar Jahre. Und wir wissen ja nun alle, dass ein Bandscheibenvorfall keine grossen Schmerzen verursacht. Und was passiert mit dem Gel, was ist das für ein Gel? Nichts zu finden.

Computertomographisch- und bildwandlergesteuerte Interventionelle Schmerztherapie:
Spritzenbehandlung in die Nähe der Nervenwurzel an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule (HWS, BWS und LWS) unterschiedliche Medikamente werden gespritzt, alle mit Nebenwirkungen.

Minimalinvasive epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik
Anstatt einer Spritze wird ein Katheter gelegt.

Hitzesondenbehandlung auf das Nervengeflecht

Mikrolaserbehandlung der Bandscheibe
Gezieltes Platzieren von Laserlicht auf Substanzen innerhalb der Bandscheibe, die erst mit Hilfe der Strahlen aktiviert werden und ihre Wirkung entfalten. Welche Wirkung? Schrumpfung der Bandscheibe…

Biologische Wiederherstellung der Bandscheibe
Der Bandscheibenvorfall wird mikrochirurgisch entfernt. In einem Speziallabor werden hieraus durch ein neuartiges Zellkulturverfahren neue Bandscheibenzellen gezüchtet und anschliessend in die betroffene Bandscheibe zurück injiziert. Die Bandscheibe hat somit die Möglichkeit ihre ursprüngliche Pufferfunktion wieder aufzunehmen. Mit Glück funktioniert das vielleicht!

Trokargestützte mikrotherapeutische Entfernung von verlagerten (sequestrierten) Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule
Perkutanes Operationsverfahren über einen Mikro-Trokar.

Mikroskopische Laminotomie bei Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule
Offene mikroskopische Entfernung von Bandscheibenvorfällen. Die Wiederholung ist die Regel. 1 – 3 Mal, bis die ganze Bandscheibe entfernt werden muss.

Künstliche Bandscheibe an Lendenwirbelsäule und Halswirbelsäule
Die nicht selten so platziert wird, dass sie weiterhin Beschwerden oder auch Schmerzen verursacht.

Implantation des X-Stop zur Behandlung der Wirbelkanalverengung
Minimal-invasives Operationsverfahren zur Entlastung von Wirbelkanalverengungen im Bereich der Lendenwirbelsäule

Versteifungsoperationen der Lendenwirbelsäule

Reversible Beeinflussung der Nervenleitungen
Intrathekale Pharmakotherapie (Medikamentengabe in den Rückenmarkskanal)

Reversible Beeinflussung der Nervenleitungen
Epidurale rückenmarksnahe (elektrische) Rückenmarksstimulation, SCS

Haben wir etwas vergessen? Sicher, denn es gibt immer neue Verfahren und Methoden.

Sehr selten verursacht ein Bandscheibenvorfall tatsächlich Schmerzen. Deshalb leiden Betroffene auch nach all diesen kuriosen Behandlungen an Schmerzen vom Po ins Bein bis zum Fuss oder zu den Zehen.

Dorntherapie | Chiropraktiker | Atlas- und Axis-Wirbelrichten und andere Wirbelkünstler, wie auch energetische Wirbelsäulenbegradigung

Die Dorn-Therapie Methode ist eine effektive und sichere manuelle Therapie, um eine sanfte Korrektur der Wirbel und Gelenke durchzuführen. Hierbei werden die Wirbel bzw. Gelenke über dynamische Muskelbewegungen wieder in die richtige Position gebracht. So die Idee dieser Therapieform.

Fragen wir uns einmal, ist es tatsächlich möglich, dass Wirbel und Gelenke auf Wanderschaft gehen? Nein, das ist zum Glück nicht möglich. Steht tatsächlich einmal ein Wirbel schief, durch einen Unfall, so müsste ein Chirurg eingreifen.

Wirbelverschiebungen, Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) können nicht mit einer Dorn-, Chiro- oder Atlastherapie korrigiert werden. Es können auch keine Bandscheibenvorfälle zurückgedrückt werden, oder was sonst noch alles versprochen wird.

Auch mit Hauruckbewegungen, wie der Chiropraktiker gern mal eingreift, ist das nicht möglich. Werden Patienten durch solche Eingriffe schmerzfrei, hat das nichts mit Wirbel, Gelenke oder Bandscheiben zu tun, sondern mit der Lösung von verhärteten Muskeln im Nacken- und Schulterbereich. Das korrigiert auch die Haltung. Das können Sie jedoch auch selber tun und müssen keinen Therapeuten aufsuchen.

Chiropraktiker wollen die Wirbelsäule dehnen. Sie dehnen z.B. auch die Halswirbelsäule. Mit Gewicht (7 – 12 Kilo) wird versucht zu dehnen. So könne der Bandscheibenvorfall wieder zurückgehen, hören wir immer wieder. Das ist einfach nur Unfug. Die Gallertmasse schwuppst nicht mehr in die Verletzte Bandscheibe. Fürchterlich, was so alles gebastelt und erzählt wird.

Gewisse «Künstler» können sogar den Bandscheibenvorfall mit ihren Fingern spüren. Da kann man nur sagen bravo… Und das Verrückte dabei ist, dass Patienten zu uns kommen und sagen, dass sie bei einem sehr guten Therapeuten waren. Doch der Schmerz, ja der ist geblieben – auch nach 18 oder 27 Sitzungen. Vor kurzem war eine Klientin bei uns und erzählte, dass ihr Therapeut sogar einen «Bachelor in Physiotherapie» habe. Gut so, doch der Therapeut konnte ihr nicht helfen. Nach dem Besuch bei uns in der Sprechstunde war sie nach dem vierten Tag schmerzfrei.

Was helfen Infiltrationen mit Kortison?

Eine Infiltration mit Kortison heilt Bandscheibenschmerzen, da der bedrängte Nerv entzündet ist! Ein ärztliches Märchen, das täglich mehrere 1000 x über die Bühne tanzt!

Und die Betroffenen glauben das noch. Lesen Sie hier weiter…

Faszientherapie

Kann eine Faszientherapie mit Bällen und Rollen tatsächlich beschädigte oder verklebte Faszien heilen, damit Sie schmerzfrei werden? Z.B. auch Faszien tief im Körper hinter den Muskeln?

Nein, natürlich nicht. Eine Bindegewebsmassage (so hiess das früher) kann oberflächliche Schmerzen lindern. Das drücken oder ausrollen mit Bällen oder Rollen können leichtere Muskelschmerzen lösen oder auch neu verursachen.

Die zahlreichen Filme auf youtube dienen vor allem dem Verkauf von Rollensets und taugen recht wenig. Schon gar nicht für tiefliegende oder chronische Schmerzen.

Wie Sie Ihre Faszien geschmeidig halten und ernsthafte Schmerzen lösen, erfahren Sie in unserer Sprechstunde.

Die Nadelstecher wie Akupunktur, Dry Needling, Neuraltherapie

Was soll das bringen, wenn Sie sich Ihre Schmerzstelle mit Nadeln stechen oder durchstechen lassen? Wenn Ihnen das ein Arzt oder Therapeut empfiehlt, wissen Sie, dass er nicht allzu viel über Schmerzen weiss. Einzig mit der Neuraltherapie, wenn der Arzt Procain spritzt, haben Sie für ein paar Stunden den Schmerz (den Muskel) betäubt. Danach kommt der Schmerz wieder zurück. Die anderen Nadeltechniken können vielleicht dafür sorgen, dass Sie sich etwas entspannen. Der Schmerz bleibt oder kommt schnell wieder zurück. In unseren Augen ist das einfach eine Körperverletzung und hat mit einer Therapie nichts zu tun. Es kann wirken, wie die heute immer mehr bekannten Placebo-Operationen. Es wird nur die Haut aufgeschnitten und wieder zugenäht. Der Patient meint dann alles sei in Ordnung und kann so für eine längere Zeit schmerzfrei sein. Ähnlich wirken die zahlreichen Placebo-Medikamente, die jedoch happige Nebenwirkungen auslösen können.

Es gibt Methoden, wo versucht wird mit langen Nadeln durch den grossen Gesässmuskel den Piriformismuskel zu erreichen und zu stechen. Was das für einen Sinn hat? Ausser, dass zu dem Piriformis-, dann auch der Gesässmuskel schmerzt, kann man damit nichts positives erreichen.

Ein Klient hat uns von TCM erzählt. Er ist mit seinem Ischiasschmerz zu einem Chinesen gegangen. Der Behandler konnte kein Wort deutsch. Ein Übsetzer war dabei. Zuerst musste er seine Zunge zeigen. Und dann folgte eine Akupunkturbehandlung. Er ist etwas erschrocken. Es blutete sehr stark. Er hat erfahren, dass er mindestens 7 bis 9 Mal vorbeikommen müsse, bis er eine Schmerzlinderung spüre. Die erste Behandlung hat gar nichts gebracht. Die Schmerzen waren sogar nachher stärker.

Nach dem Besuch in unserer Sprechstunde wurde er nach 2 Tagen komplett schmerzfrei.

Piriformismuskel operativ lösen

Verrückte Ärzte versuchen Muskeln, z.B. den Piriformismuskel, der hinter dem grossen Gesässmuskel sitzt, operativ zu lösen. Was natürlich nicht möglich ist. Zudem werden Faszien verletzt, die dann auch noch Schmerzen verursachen können.

Fibromyalgie operativ behandeln

Sie können nicht am ganzen Körper wo es schmerzt operativ eingreifen. Zudem braucht man das keinesfalls. Ein kleiner Handgriff hat die bessere Wirkung, ist absoult harmlos und es entstehen keine Narben von etwa 10 cm. «Durch den chirurgischen Eingriff ist es möglich, die Nervenbahnen wieder frei zu legen und so die Schmerzen zu beseitigen». So der Arzt, der diese OP durchführt. Was heisst schon wieder Fibromylagie? Aha! Fasermuskelschmerz! Da gibts nichts zu operieren!