Lyme-Borreliose behandeln

Die Lyme-Borreliose wird durch vier Hauptbakterienarten verursacht. Borrelia burgdorferi und Borrelia mayonii verursachen in den USA die Borreliose, während Borrelia afzelii und Borrelia garinii die Hauptursachen in Europa und Asien sind. Die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in diesen Regionen, die Lyme-Borreliose, wird durch den Biss einer infizierten schwarzbeinigen Zecke übertragen.

Eine Zecke muss mindestens 36 Stunden in der Haut stecken, um die Infektion zu übertragen. Viele Menschen mit Borreliose haben keine Erinnerung an einen Zeckenstich. Menschen, die in bewaldeten Gebieten leben, die für die Übertragung der Krankheit bekannt sind, haben ein höheres Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken. Menschen mit domestizierten Tieren, die Waldgebiete besuchen, haben auch ein höheres Risiko, an Borreliose zu erkranken.

Lyme wird „The Great Imitator“ (der grosse Nachahmer) genannt, weil ihre Symptome viele andere Krankheiten nachahmen. Es kann jedes Organ des Körpers betreffen, einschliesslich des Gehirns und des Nervensystems, der Muskeln und Gelenke sowie des Herzens.

Patienten mit Lyme-Borreliose werden häufig mit chronischem Müdigkeitssyndrom, Fibromyalgie, Multipler Sklerose und verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen, einschliesslich Depressionen, fehldiagnostiziert. Fehldiagnosen bei diesen anderen Krankheiten können die korrekte Diagnose und Behandlung verzögern, da die zugrunde liegende Infektion unkontrolliert fortschreitet.

Die Symptome einer frühen Lyme-Borreliose können als grippeähnliche Erkrankung auftreten (Fieber, Schüttelfrost, Schweissausbrüche, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Gelenk-/Gliederschmerzen). Während eine kleine, rote Beule, ähnlich der Beule eines Mückenstichs, oft an der Stelle eines Zeckenstichs oder einer Zeckenentfernung auftritt und sich innerhalb weniger Tage auflöst, hat Lyme einen einzigartigen Ausschlag.

3 bis 30 Tage nach einem infizierten Zeckenstich kann ein sich ausdehnender roter Bereich erscheinen, der sich manchmal in der Mitte auflöst und ein Volltreffer-Muster bildet. Der Hautausschlag (Erythema migrans) breitet sich langsam über Tage aus und kann sich ausbreiten. Sie Stelle ist normalerweise nicht juckend oder schmerzhaft, kann sich aber warm anfühlen.

Erythema migrans ist eines der Kennzeichen der Lyme-Borreliose, obwohl nicht jeder mit Borreliose den Ausschlag bekommt. Manche Menschen bekommen diesen Ausschlag an mehr als einer Stelle am Körper. Für diejenigen ohne Hautausschlag ist es besonders wichtig, auf ihren Körper, auf Veränderungen, zu achten.

Wenn die Lyme-Borreliose nicht frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird, kann sie sich weiterentwickeln und/oder chronisch werden. Dies kann auch auftreten, wenn eine frühzeitige Behandlung nicht ausreicht. Obwohl die Lyme-Borreliose im Allgemeinen in drei Stadien unterteilt wird – früh lokalisiert, früh verbreitet und spät verbreitet – können sich die Symptome überschneiden.

Die Schulmedizin behandelt ausschliesslich mit Antibiotika. In einem frühen Stadium kann das erfolgreich sein.

Was können Sie selber tun?

Im Jahr 2018 deutete eine In-vitro-Studie (das heisst, sie wurde im Labor und nicht am Menschen getestet) darauf hin, dass 10 ätherische Öle aus Pflanzen helfen könnten, B. burgdorferi zu bekämpfen. Die Forscher testeten 34 ätherische Öle gegen B. burgdorferi und fanden heraus, dass Zimtrinde, Nelkenknospe, Citronella, Wintergrün und Oregano eine starke Aktivität gegen das Bakterium zeigen, das die Borreliose verursacht. Sogar effektiver als das „Goldstandard“-Antibiotikum, das verordnet wird.

Der leitende Forscher und Studienautor Dr. Zhang sagt: „Wir fanden heraus, dass diese ätherischen Öle die ‚persisterartigen‘ Formen von Borreliose-Bakterien noch besser abtöten als Standard-Borreliose-Antibiotika. In diesem Stadium sehen diese ätherischen Öle als Behandlungskandidaten für eine anhaltende Borreliose sehr vielversprechend aus.

Folgende Pflanzen können auch gut helfen: Schwarznuss (Juglans nigra), Katzenkralle (Uncaria tomentosa), Süsser Wermut (Artemisia annua), Mittelmeer-Zistrose (Cistus incanus), Chinesisches Helmkraut (Scutellaria baicalensis), Ghanaisches Chinin (Cryptolepis sanguinolenta) und Japanischer Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum).

Besonders beeindruckt waren die Forscher jedoch von der gezielten antibakteriellen Wirkung von ghanaischem Chinin und japanischem Staudenknöterich. Der Wirkstoff in ghanaischem Chinin ist ein Alkaloid namens Cryptolepin, das traditionell gegen Malaria, Hepatitis, Septikämie und Tuberkulose eingesetzt wird.

Anmerkung: Mit einem gesunden, intakten, gut funktionierenden Immunsystem müssen Sie keine Angst vor Borrelien oder FSME haben. Wenn Sie ein Produkt kaufen, sollte es in Bioqualität sein.

Quellen:

Keine Panik: Borreliose und FSME

Die Wahrscheinlichkeit für eine Borrelieninfektion durch Zecken ist gering. Nur 4 % der Zecken übertragen den Erreger. Wenn wir die Zecke innerhalb von 12 bis 18 Stunden entfernen, geschieht keine Übertragung. Selbst nach einer Übertragung erkranken die meisten Menschen nicht. Das satrke Immunsystem besiegt die Infektion. „Die meisten Zeckenstiche von nachweislich infizierten Tieren scheinen nicht zu Infektionen zu führen oder heilen spontan aus (90 %)“. [4]

Selbst in bekannten FSME-Gebieten übertragen nur 0,1 – 5 % der Zecken den Erreger – in den meisten Übertragungsfällen bricht die Krankheit nicht aus. [4]

Nach einem Biss entfernen wir die Zecke vorsichtig und tragen etwas urheimische Cystus® Bio Salbe oder ein ätherischen Öl (siehe oben), jedoch verdünnt! auf.

1. Füßler C (2018) Gibt es so viele Zecken wie noch nie? FAS
2. Brugger K, Walter M, Chitimia-Dobler L et al. (2018) Forecasting next season’s Ixodes ricinus nymphal density: the example of southern Germany 2018. Exp Appl Acarol 4(4): 97. doi: 10.1007/s10493-018-0267-6
3. Tropische Zecke in der Pfalz gefunden. Ärzte Zeitung online, 29.08.2018
4. Mehlhorn H (2012) Die Parasiten des Menschen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. doi: 10.1007/978-3-8274-2271-2
5. Rauer S Neurol. Uniklinik Freiburg, Koordinator der S3-Leitlinie „Neuroborreliose“ in MMW 2018.9/160 (9/2018)
6. Niedersächsische Landesgesundheitsamt (2018) FSME Frühsommer-Meningoenzephalitis. URL = https://www.nlga.niedersachsen.de/infektionsschutz/ krankheitserreger_krankheiten/fsme/fsme-fruehsommer-meningoenzephalitis-19346.html
7. Gray JS, Dautel H, Estrada-Peña A et al. (2009) Effects of climate change on ticks and tick-borne diseases in europe. Interdiscip Perspect Infect Dis 2009: 593232. doi: 10.1155/2009/593232
8. Samish M, Alekseev E, Glazer I (2000) Biocontrol of ticks by entomopathogenic nematodes. Research update. Ann N Y Acad Sci 916: 589–594
9. Bohacsova M, Mediannikov O, Kazimirova M et al. (2016) Arsenophonus nasoniae and Rickettsiae Infection of Ixodes ricinus Due to Parasitic Wasp Ixodiphagus hookeri. PLoS ONE 11(2): e0149950. doi: 10.1371/journal.pone.0149950
10. Sebastian P, Mackenstedt U et al. (2014) Ökologie von Zecken als Überträger von Krankheitserregern in Baden-Württemberg und biologische Zeckenbekämpfung. Bundesgesundheitsbl. 57: 549. doi: 10.1007/s00103-013-1929-5
11. Hartwig A. Was jeder über die Zecken-induzierte Borreliose vom Typ Lyme-Krankheit, bzw. Lyme-Borreliose vor dem Gang zum Hausarzt wissen sollte! URL = https://borreliosezecken- ms.de/merkbl.html
12. Hallmann CA, Foppen, Ruud P B, van Turnhout, Chris A M et al. (2014) Declines in insectivorous birds are associated with high neonicotinoid concentrations. Nature 511(7509): 341–343. doi: 10.1038/nature13531
13. Duffy DC et al. (1992) The effectiveness of Helmeted Guineafowl in the control of the deer tick, the vector of Lyme disease. Willson Bull. 104(2): 342-345

Borreliose-Diagnostik: Würfeln ist genauso gut

Das „Phantom von Heilbronn“, eine jahrelang gesuchte Straftäterin mit europaweiter Betätigung, hat sich als folgenschwerer Skandal für die Glaubwürdigkeit des milliardenschweren Gen-Analysemarktes herausgestellt. Eklatante Mängel der Diagnostik gibt es aber auch bei der Borreliose, einer bakteriellen, oft durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit, wie bei einem Symposium der Bundesärztekammer deutlich wurde. Die Vielzahl der möglichen Fehler erstaunt: So haben wenigstens zehn Prozent der Bevölkerung Borrelien-Antikörper, weil sie Jahre oder Jahrzehnte früher einmal infiziert gewesen waren. Grundsätzliche Probleme bei Probenentnahme, Versand und Labornachweis führen – wie bei der Gendiagnostik auch – zu einer hohen Zahl „falsch positiver“ oder „falsch negativer“ Nachweise. Der positive Vorhersagewert für die Durchführung eines Borreliose-Tests bei unspezifischen Krankheitsbeschwerden erreiche allenfalls 50 Prozent. Die Moral von der Geschicht: Würfel doch! Ergreifend und schlicht.

Sie kennen das vielleicht. Sie waren bei 5 Ärzten und jeder hat eine andere Diagnose. Zuhause beim Durchlesen der Befunde und Laboruntersuchungen entdecken Sie plötzlich 7 verschiedene Meinungen. Was stimmt nun?

(In Anlehnung an: 33. Interdisziplinäres Forum
der Bundesärztekammer „Fortschritt und
Fortbildung in der Medizin“, Berlin, 8.-10.1.2009.)
Quelle: pandalis.de