Läuse, Ausscheidungen und Drüsensekrete in Lebensmitteln und Kosmetika

Ekel 1: Zerquetschte Läuse auf den Lippen

Echtes Karmin (E 120):
Echtes Karmin ist der rote Farbstoff, der durch das Zerquetschen und Bearbeiten getrockneter, weiblicher Cochenille-Schildläuse “gewonnen” wird. Es ist auch unter den Begriffen Karminsäure oder Cochenille zu finden und versteckt sich hinter der E-Nummer 120. In Kosmetika wird der Farbstoff vor allem bei der Herstellung von Lippenstiften verwendet. Karmin kann auch in Lebensmitteln enthalten sein, z. B. in Süsswaren, Frühstücksgetreideprodukten, Marmeladen, Konfitüren, Fruchtzubereitungen (z. B. in Milchprodukten), in Käse und Wurst, feinen Backwaren, nichtalkoholischen aromatisierten Getränken und Spirituosen. Karmin kann pseudoallergische Reaktionen auslösen.

Die Alternativen:
Auf Produkte zurückgreifen, die entweder ohne Farbstoffe auskommen oder pflanzliche Auszüge wie Rote Beete oder Sanddorn enthalten. Auch Eisenoxid ist eine nicht-tierische Alternative.

 

Ekel 2: Läusekot in den Haaren

Schellack (E 904):
Bei Schellack handelt es sich um die Ausscheidungen der Lackschildlaus , die das Tier nach der Verdauung von Baumsaft abgibt. Dieser „Läusekot“ wird von den Ästen und Baumstämmen abgekratzt. Schellack wird im Kosmetikbereich in Haarlacken, Haarsprays und Nagellack verwendet. In Lebensmitteln versteckt sich Schellack oft hinter der E-Nummer 904. Die Ausscheidungen können so ungewollt beim Verzehr von Schokolade, Süßwaren, Nüssen oder gewachstem Obst aufgenommen werden. Auch Kaffeebohnen und Nahrungsergänzungsmittel können mit Schellack überzogen sein.

Die Alternativen:
Beim Kauf von Kosmetika auf Produkte zurückgreifen, die tierversuchsfrei sind und keine tierischen Inhaltsstoffe aufweisen. Eine Alternative bei Lebensmitteln ist Carnaubawachs, das als Überzugs- und Trennmittel genutzt wird. Schokolade, Süßwaren und auch Obst kommen bei sorgfältiger Herstellung und Lagerung gänzlich ohne diesen Zusatzstoff aus.

 

Ekel 3: Drüsensekret-Speichelmischung in Süsswaren

Bienenwachs (E 901):
Bei Bienenwachs handelt es sich um Ausscheidungen aus den Drüsen an der Unterseite des Hinterleibs der Westlichen Honigbiene. Diese Ausscheidungen werden dann von den Bienen gut durchgekaut und eingespeichelt. Bienenwachs wird sowohl in der Kosmetik- als auch in der Lebensmittelindustrie verwendet. In Lebensmitteln versteckt sich Bienenwachs hinter der Deklarierung E 901 und wird vorwiegend als Überzugs- und Trennmittel bei Süsswaren wie Fruchtgummi verwendet. Die Herstellung von Wachs ist für Bienen mit einem grossen körperlichen Aufwand und einem hohen Verbrauch von Honig verbunden. Das Wachs dient eigentlich als Baumaterial für Waben.

Die Alternativen:
Beim Kauf von Lebensmittel wie z. B. Fruchtgummi auf Produkte zurückgreifen, die die tierleidfreien Alternativen Sonnenblumenöl oder Carnaubawachs (E 903) als Überzugs- und Trennmittel enthalten.

 

So lassen sich eklige Inhaltsstoffe ganz leicht aufspüren:

  • Angaben auf der Verpackung lesen: Viele tierische Zusatzstoffe, die von oder aus Insekten stammen, befinden sich oft am Ende der Zutatenliste.
  • Die wichtigsten E-Nummern (u. a. E 120, E 904 und E 901) kennen: Auf dem Einkaufszettel notiert oder mit der entsprechenden App lassen sich die Inhaltsstoffe schnell identifizieren.
  • Bezeichnungen wie „natürlich“ oder „nur mit natürlichen Zutaten“ hinterfragen: Dahinter können sich Zusatzstoffe tierischer Herkunft und somit auch aus Insekten gewonnene Produkte verstecken.

Quelle: peta.de

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