Kleidung, Schuhe & Co.: Wie gesund sind Schnäppchenangebote?

US-Studie beweist: 80 Prozent der Produkte hochgiftig

Eine Untersuchung amerikanischer Wissenschaftler hat jetzt gezeigt, dass etwa 80 Prozent dieser Produkte extrem giftige Chemikalien enthalten, die viele Krankheiten von Allergien bis hin zu Krebs verursachen können. Die „Campaign for Healthier Solutions“ untersuchte dafür insgesamt 164 Produkte aus Ein-Dollar-Läden in verschiedenen US-Staaten.

Am häufigsten fanden die US-Wissenschaftler toxische Phthalate in den Plastik-Produkten, gefolgt von Blei, Polyvinylchlorid (PVC) und Chlor.

Auch in Deutschland waren bereits vor Jahren ähnliche Untersuchungen gemacht worden — mit sehr ähnlichen Ergebnissen. So stellte der TÜV Rheinland 2009 fest, dass die meisten Produkte aus Ein-Euro-Shops sehr hohe Konzentrationen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) enthalten. Die freiwilligen Richtwerte, die für diese gefährlichen Stoffe gelten, wurden teilweise um das Hundertfache überschritten.

Ähnlich wie in den USA untersuchten auch die deutschen Tester verschiedenste Produkte aus Baumärkten und Ein-Euro-Shops in ganz Deutschland. „Die Testergebnisse waren erschreckend“, erklärte Hartmut Müller-Gerbes, Sprecher des TÜV Rheinland.

Gefunden wurden die giftigen Stoffe z.B. in billigen Badesandalen, Armbanduhren, Schraubendrehern oder Hammergriffen. Auch eine untersuchte Massagehülle für das Autolenkrad wies erschreckend hohe PAK-Werte auf: Tests zeigten, dass die PAK-Menge, die vom menschlichen Körper innerhalb einer Stunde von dieser Hülle aufgenommen würde, dem Konsum von etwa 1100 Zigaretten in derselben Zeit entspricht.

Quelle: codecheck.info

Stellen Sie sich immer die Frage wie kann es möglich sein, dass Kleider wie Hosen, T-Shirts, Sport-Anzüge und Schuhe nur ein paar Franken kosten können. Was steckt dahinter: Miserable Arbeitsbedingungen in den Herstellerländer, Löhne von ein paar Rappen im Tag (ein Monatslohn von 30 Franken, 7 Tage Arbeit in der Woche) und natürlich giftige Farbstoffe, giftige Kunststoffe usw. Die Qualität selber entsprechend dem Kaufpreis: miserabelst. Solche Produkte werden sogar im Schweizer Fernsehen in Werbespots verkauft.