Herzinfarkt beim Schneeschaufeln

Der Tages Anzeiger berichtet heute: «Die Kälte führt zu einer Verengung der Herzkranzgefässe – das hat zur Folge, dass der Herzmuskel weniger gut durchblutet wird», erklärt der Berner Sportmediziner German Clénin. «Aber auch die anderen Blutgefässe des Körpers verengen sich. Dies erhöht den Blutdruck, das Herz muss mehr Pumparbeit verrichten – die Belastung steigt.»

Minustemperaturen können sogenannten Plaquerupturen verursachen. Das heisst: Die Kälte wirkt negativ auf die bereits vorhandenen Engstellen in den Herzkranzgefässen ein, was dazu führt, dass sie aufreissen und dann das Gefäss verstopfen.

Was nicht erwähnt wird, ein übersäuerter Körper (auch bei warmem Wetter), der in Bewegung kommt, z.B. ein kleiner Spaziergang, kann zu einem Herzinfarkt führen. Eine andauernde Übersäuerung kann zu einem schlagartigen Zusammenbruch der Versorgung mit Blut und Nährstoffen in der Herzgegend führen. Die Versorgung wird schlagartig eingestellt und findet seine Ursache in der Azidosestarre (Störung im Säure-Basen-Haushalt im Blut mit Abfall des pH-Wertes unter 7,35) der Erythrozyten (rote Blutkörperchen). Diese transportieren den für das Leben unabdingbar notwendigen Sauerstoff. Eine starke Säurebelastung nimmt den roten Blutkörperchen ihre Elastizität, so dass sie von einem zum anderen Moment urplötzlich erstarren können.