Guuten Morgen Energy…

Ich verrate Ihnen heute wer schmerzempfindlicher ist: Frau oder Mann:

Die Fragen der Moderatorin:

  • Wer ist schmerzempfindlicher, Mann oder Frau? Weshalb?
  • Braucht die Frau/der Mann dann mehr Schmerzmittel?
  • Ist Schmerzempfindlichkeit vererbbar?
  • Wie kann man Schmerzempfindlichkeit am besten testen? Eiswasser? Strom… Wie noch?
  • Was steckt hinter den Aussagen „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ oder „Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Menschheit ausgestorben“ ?

Meine Antworten:

  • In der Regel meint man, dass Frauen mehr Schmerzen aushalten, wegen Monatsbeschwerden und Geburtsschmerzen. Doch das ist ein Irrtum: Frauen sind feinfühliger und schmerzempfindlicher als Männer. Sie berichten auch schneller über ihre Befindlichkeiten, also auch über Schmerzen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Östrogene (Frauenhormon) den Schmerz verstärkt.
  • Schmerzleidende Frauen, die zu uns in die Sprechstunde kommen, nehmen mehr Medikamente als Männer. Bis zu fünf verschiedene Schmerzmittel. Der Mann zwei bis drei. Das hat einen Grund: Frauen reagieren weniger gut auf Schmerzmittel oder körpereigene Schmerzhemmstoffe, wie z.B. Endorphine.
  • Nein Schmerzempfindlichkeit ist nicht vererbbar. Auch z.B. Fibromyalgie nicht. Wenn die ganze Familie jedoch gleich lebt, gleich isst und gleich viel oder wenig Bewegung hat, kann es gut sein, dass mehrere Familienangehörige an Fibromylagie (Fasermuskelschmerzen) leiden.
  • Durch Hitze kann man die Schmerzschwelle bestimmen. Die Temperatur, die als Schmerz empfunden wird. Auch hier halten Männer bis zu 6 Grad mehr aus. Ähnlich ist das bei Kälteschmerzen. Frauen haben eine schlechter durchblutete Muskulatur.
  • Diese Aussagen sind nicht haltbar. Natürlich hält ein Idianer mehr Schmerzen aus als ein Büromensch. Aber auch er hat seine Schmerzgrenze, ausser er kann sie menthal ausschalten. Doch ein Schmerz ist ein wichtiges Warnsignal. Der Körper spricht mit dem Hirn, dass etwas falsch läuft. Ich denke, wir würden nicht aussterben.

Gesendet am 9.2.2017 bei Radio Energy

Quelle meiner Aussagen: Zürcher Forscherin Amrei Wittwer