Formaldehyd in Kosmetika und weiteren Alltagsprodukten

Eingeatmet oder über die Haut aufgenommen kann Formaldehyd im Körper zahlreiche gefährliche Prozesse auslösen. Sein stechender Geruch reizt Haut, Atemwege und Augen. Zudem ruft die Chemikalie häufig Allergien, Gedächtnis- und Schlafstörungen hervor. Weitere Symptome, die Formaldehyd auslösen kann, sind Kopfschmerzen, Schwindel, Asthma, ständige Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Haarausfall.

Ebenso steht seit langem fest, dass Formaldehyd die Entstehung von Tumoren begünstigt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte Formaldehyd im Jahr 2004 offiziell als „krebserregend für den Menschen“ ein.

Im Juni diesen Jahres wurde Formaldehyd zudem in der EU-Verordnung 605/2014 als krebserregend Kategorie 1B (carc. 1B) und mutagen Kategorie 2 (muta. 2) eingestuft.

Kategorie 1B besagt, dass die krebserregende Wirkung im Tierversuch nachgewiesen wurde und auch beim Menschen möglich ist. Mutagen der Kategorie 2 bedeutet, dass es sich um einen Stoff handelt, der als erbgutverändernd für den Menschen eingestuft werden kann.

Worin ist Formaldehyd zu finden?

Im Haushalt begegnet man Formaldehyd unter Umständen häufig: Es kann in Farben, Lacken und Polituren enthalten sein. Zudem findet man es in in Haushaltsreinigern, besonders in jenen mit desinfizierender Wirkung. Aber auch in einigen Möbeln und Spanplatten ist die Chemikalie enthalten. Bei Farben und Möbeln gilt: Ein sehr starker, beissender Geruch kann ein Hinweis auf enthaltenes Formaldehyd sein.

Doch auch in vielen in Kosmetik- und Pflegeprodukten sind Formaldehyd und -Abspalter als Wirkstoff oder Konservierungsmittel noch häufig zu finden. Dies belegen immer wieder diverse Untersuchungen der ÖKO-Test-Redaktion. Auch auf Codecheck.info sind zahlreiche Produkte, welche die Chemikalie enthalten gelistet – ganze 10 028 Produkte sind es derzeit, die meisten davon stammen aus dem Kosmetikbereich.

Vor allem in Cremes und Make-up, Nagellack, Deo, Shampoo, Haarfärbemitteln oder Flüssigseifen ist Formaldehyd zu finden. Es gibt zwar verschiedene Grenzwerte für Formaldehyd und Konservierungsstoffe, aus denen es entstehen kann, aber schon geringe Konzentrationen können für das Auslösen einiger Symptome ausreichen.

Formaldehyd in Kosmetik erkennen

Da heute vor allem Formaldehydabspalter verwendet werden, ist die Chemikalie auf INCI-Listen mitunter schwer zu enttarnen. Folgende Bezeichnungen in der Zutatenliste gelten als Warnsignal: 

DMDM Hydantoin, Diazolidinyl Urea, Imidazolidinyl Urea, Bronopol, Quaternium-15, Sodium Hydroxymethylglycinate, Methenamine, 2-Bromo-2-nitropropane-1,3-diol, 2,4-Imiazolidinedione und 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxane.

Quelle: codecheck.info

Anmerkung: Auch in Impfstoffen ist Fomaldehyd enthalten. Es werden ganze Häuser abgebrochen, aber in der Kosmetik und in Impfstoffen nehmen wir Formaldehyd immer wieder im Körper auf. TÄGLICH!