Der Mensch, der Amokläufer der Evolution

Auszug aus dem Newsletter von Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos
Quelle: pro-iure-animalis.de

Bereits seit einem halben Jahrhundert prognostiziert die Wissenschaft, von Jahr zu Jahr dringender, dass ohne entschiedenes und koordiniertes weltumspannendes Gegensteuern unter den gegebenen Wachstumsannahmen immer mehr politische, ökologische und ökonomische Strukturen partiell oder in Gänze zusammenbrechen und Krisen sich synergistisch verbinden werden. Ein chaotischer Dominoeffekt, eine Metakrise, droht weltweit.

Rahmenbedingungen weltweit

  • Die Erdbevölkerung wächst netto täglich um ca. 200.000 Köpfe. Jeder Mensch vernichtet im Durchschnitt in der Zeit seines Daseins ca. 20.000 Tiere und produziert darüber hinaus 200.000 kg Müll. Zur Existenz braucht er ca. 1,8 ha (incl. Infrastruktur, Wohnraum, Anbaufläche etc.), also ca. 360.000 ha, die der freien Natur täglich entzogen werden.
  • Wissen, Bildung, Kultur nivelliert sich weltweit auf unterstem Niveau. Metaphysische Irrealitäten der diversen Religionen, ausgefochten in heftigsten Religionskriegen, treten somit an die Stelle von Erkenntnis, der Mensch fällt intellektuell in die Zeit vor der Antike zurück, ist aber mit der Technologie des 21.Jahrhunderts ausgerüstet, die er auf Grund seiner geistigen Beschränktheit zur Vernichtung der verbliebenen Natur einsetzt. Er vernichtet damit seinen eigenen Lebensraum. Die Vernunft hat ihren Kampf gegen die metaphysische und intellektuelle Verblödung der Massen verloren. Niederstes Bildungsniveau, Einschränkung der Freiheit, totale Überwachung, Entmündigung des Individuums sind die Folgen.
  • Die Ökosysteme des Planeten sind irreversibel geschädigt und gleiten immer schneller in chaotische Prozesse ab. Klimawandel, Umweltkatastrophen, Verkarstungen, Überflutungen, Wasserknappheit, Abholzung des Regenwaldes, Ressourcenknappheit, Übersäuerung und Vermüllung der Meere, Rückgang der Artenvielfalt und Risse im ökologischen Netz, Pandemien, MRSA, Verseuchung von Wasser und Boden mit Antibiotika, Pestiziden und Nanoteilchen dienen lediglich hierzu als Beispielsausgriff.
  • Arten, die ökonomisch nicht ausgebeutet werden können, werden durch die Menschenflut verschwinden, es sei denn, sie sind zu klein(Bakterien etc.), um sie flächendeckend zu nutzen oder zu bekämpfen.
    Der Artenrückgang beschleunigt zusätzlich in einem Rückkopplungsprozess die Verwüstung des Planeten, die den verbleibenden Menschenmassen künftig nur noch ein Vegetieren in einer reinen Menschenwelt mit genormten Landschaften, Industrienahrung, rechtlosen Massengesellschaften unter strengster Kontrolle und Meinungsdiktatur, erlaubt. An diesem Punkt wird auch der Mensch zum entmündigten Wesen degradiert werden, kulturelle und geschichtliche Wurzeln und Bindungen verloren haben, sklavenähnlich in Superstädten als vielstellige Nummer wohnen, seiner Arbeit in anonymen Industriekomplexen nachgehen, genormte und industriell gefertigte Nahrung erhalten, verpestete Luft atmen, gefilterte und selektierte Informationen hören, lesen und sehen und allerorten elektronisch kontrolliert und überwacht sein.
  • Es gibt über 190 Staaten weltweit. Somit ist klar, dass es kein dauerhaft nachhaltiges gemeinsames Handeln in irgendeine Richtung (Klimaschutz, Bevölkerungswachstum) geben kann und geben wird. Kulturelle, politische, ökonomische Interessen sind zwischen ca. 190 Partnern nicht in Einklang zu bringen. Alle Klimagipfel und UN-Beschlüsse sind somit obsolet und dienen nur der Vortäuschung rettender Aktivitäten.
  • Das System Erde kollabiert an der Nutzenmaximierung einer Spezies. Die überwiegende Zahl aller Betrachtungsweisen zu Umweltproblematik und Bevölkerungswachstum sind mit dem Mangel der anthropozentrischen Weltsicht behaftet und berücksichtigen nur am Rande – und soweit es dem Nutzen des Menschen dient- andere Lebewesen. Notwendige Handlungen zugunsten des Planeten, seiner Natur und Tierwelt geschehen nur partiell und marginal als Alibifunktion. Nachhaltigkeit oder Denkumkehr fällt der Bevölkerungsexplosion zum Opfer. Diese Betrachtungsweise ist der Kulminationspunkt eines globalen Artenrassismus bzw. rassistischen Speziesismus. Brutalster, ungeschminkter archaischer Rassismus und Speziesismus findet sich aber immer dann, wenn sich die Expansionsbestrebungen gegen Sprachlose, gegen Wehrlose, gegen Ahnungs- und Arglose, also besonders gegen die rechtlose Tierwelt und ihren Lebensraum richtet. So wie jede kleine Gemeinde Lebensraum zugunsten neuer Wohngebiete für den homo stupidus schafft und damit Natur vernichtet, geschieht diese Vernichtung im großen Stil durch die Planierung der Regenwälder. Natur und Tierwelt sind und bleiben rechtlos, ihre Vernichtung ist das Mittel, die ungebremste Vermehrung des Menschen zu kanalisieren.
  • Sämtliche Religionen, Philosophien, ökonomische Konzepte sind weltweit anthropozentrisch ausgerichtet. Monotheistische Kulte sind zusätzlich in ihrem Kern totalitär. So hat die Religion, der Gottesglaube, als ein Verklärungs- und Selbsttäuschungsmedium die Vernunft in weiten Teilen der Welt, in weiten Teilen des täglichen Lebens, ersetzt.
  • Der ökologische Fußabdruck der Welt verschlechtert sich jährlich rapide. Wollte man nachhaltig auf heutigem Niveau weiterleben, wären 1,5 Erden erforderlich, d.h., die Menschheit nutzt die Ressourcen von 1,5 Erden. Das bedeutet, dass die Erde über ein Jahr und sechs Monate braucht, um den Verbrauch der Menschheit eines Jahres zu decken. Nimmt man den Anspruch von Deutschland wären sogar 4 Erden notwendig. Die Erdbevölkerung lebt seit Jahren von der Substanz auf Kosten künftiger Generationen.
  • Stark übervölkerte Lebensräume führen zu wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Verteilungskriegen, so dass zwangsläufig ein Ausweichen der Menschen in noch intakte Lebensräume erfolgt. Völkerwanderungen (Afrika/ Naher Osten nach Europa, Südamerika nach Nordamerika), soziale Unruhen, politische Instabilitäten, Finanzkrisen, (Jugend)arbeitslosigkeit, Altersarmut sind ein Teil der Folgen und werden zunehmend als politische Waffe eingesetzt.

Der Titel passt perfekt:

„Der Mensch, der Amokläufer der Evolution“

Fazit: Der Mensch zerstört alles was ihm in die Finger kommt, auch sich selber. Er merkt es nicht einmal. Das sehen wir an der Gesundheit des Menschen, er zerstört sich selber. Mit sehr ungesunder Ernährung, mit Medikamenten, mit Operationen, mit Giften aller Art, mit Stress, mit Bewegungsarmut, mit Dauerarbeit, mit dem Geldnachrennen, mit Neid und Eifersucht usw. Heute finden Sie kaum noch einen Menschen, der völlig gesund ist. Nicht einmal ein Kind. Das ist traurig aber Tatsache.