Bald nur noch Studierende und keine Handwerker

Im ,,Schweizerzeit”-Magazin vom 8.2.2019 schreibt der Redaktor Hans Fehr unter der Rubrik „Churz&bündig“:

,,Neulich vermeldeten verschiedene Zeitungen, dass bald jeder Zweite studiert.

Wenn das stimmt, ist das keine gute Nachricht. Wir haben in der Schweiz einen zunehmenden Mangel an guten Handwerkern und an tüchtigen Berufsleuten – und gleichzeitig immer mehr ˌStudierteˈ, die dann keine Stelle finden. Und überhaupt:

Werden die Leute wirklich immer ˌgescheiterˈ? Oder werden nicht vielmehr die Anforderungen gesenkt?“

Wie das der Schweizer Satiriker Andreas Thiel versteht, beschreibt er in seinem Buch „Intellekt mich“:

„Die Architekten planen Häuser, die aber keiner bauen kann, weil die Maurer alle einen Fachhochschulabschluss haben und selber Architekten sind. Die alten Häuser stürzen ein, für die neuen gibt es Pläne, aber keine Maurer. Und am Ende, wenn alle studiert haben, sitzen wir zusammen in Höhlen ums Feuer und schreiben Dissertationen darüber, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn man die Häuser gebaut hätte, die wir geplant haben.“

Quellen: S&G handexpress, Schweizerzeit-Magazin Nr. 3, 8.2.2019, S.10 | Buch: „Intellekt mich“ von Andreas Thiel, S.97

Zum Nachdenken: Was wird in erster Linie studiert? Wie man andere, die kein Studium haben, über den Tisch ziehen kann.