Auch so kann man Geld verdienen: Nanopartikel bei Arthrose

Eine Nanopartikel-Spritze direkt ins betroffene Gelenk schürt Hoffnung bei Arthrose-Betroffenen. Die Therapie stabilisiert Arthrose nicht nur, sondern kann die Gelenkfunktion laut Studien der Universität Genf wiederherstellen.

«Wenn wir den aktiven Wirkstoff genau dort freisetzen, wo wir wollen, können wir die Dosis drastisch reduzieren und so Nebenwirkungen vermeiden».

So der Studienleiter Eric Allemann

Kartogenin, ein Molekül, soll Knorpel regenerieren. Das Kartogenin wird als Nanokristall in Mikropartikel eingeschlossen. Diese Mikropartikel, die aus biologisch abbaubarem Polymer bestehen, können direkt in das Gelenk gespritzt werden.

Dort bleiben diese für mehrere Monate erhalten und geben sukzessive Kartogenin ab. Dieses wiederum baut das Knorpelgewebe wieder auf. Die Nanokristalle können den Wirkstoff über eine längere Zeit hinweg abgeben, ohne Entzündungen auszulösen.

Das ist ja schön und gut, doch Arthrose macht in der Regel keine Schmerzen. In den Gelenken befinden sich keine Nerven oder sonstige Schmerzrezeptoren. Unsere Klienten werden ohne Kartogenin seit Jahren schmerzfrei und können ganz normal sich ihrem Leben erfreuen. Denn der Schmerz liegt in den nichtvorhandenen, verkümmerten und übersäuerten Muskeln, Bändern, Sehnen und Faszien.

Und ob das mit den Nanopartikeln tatsächlich klappt, steht auf einem anderen Blatt. Oral eingenommen hat es nichts, ausser Nebenwirkungen ausgelöst. Die Tests mit Mäusen können Sie vergessen. Das sind keine stichhaltigen Beweise. Doch es wird genügend Menschen geben, die sich nach vorne drängen und «Versuchskaninchen» spielen. Und noch dafür bezahlen!

Nährstoffreiche Ernährung und Bewegung ist immer noch das Allerbeste, nicht nur für unsere Knorpel. Wenn die «Nanopartikel» im Gelenk mehr stören als einen Nutzen haben, müssen sie wieder chirurgisch entfernt werden.