1.900.000 Kinder (1,9 Millionen) sind übergewichtig

In der Schweiz: 190.000 Kinder sind übergewichtig.

700.000.000 Euro (700 Millionen) gibt die Lebensmittel-Wirtschaft jedes Jahr für Süssigkeiten-Werbung aus;

20.000.000.000 Euro (20 Milliarden) Gesundheitskosten entstehen uns jedes Jahr durch schweres Übergewicht (Fettleibigkeit).

In der Schweiz sind das 10 Milliarden Franken.

Fette Gewinne auf Kosten der Kinder!

Worum geht’s?

1,9 Millionen Kinder sind in Deutschland übergewichtig, davon 800.000 sogar fettleibig. Am schlimmsten sind ohne Frage die körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen, mit denen betroffene Kinder häufig ihren Alltag meistern müssen.

Es gibt nur einen Akteur, der hiervon auch noch profitiert: Die Lebensmittelwirtschaft. Die Gewinnspanne bei Süssigkeiten, Softdrinks und Snacks ist besonders hoch, etwa drei Mal so gross wie bei Obst und Gemüse. Deshalb pumpt die Industrie unfassbare 700 Millionen Euro in die Werbung für ihre Süsswaren, jedes Jahr! Schokoriegel, Chips und Limos sind billig herzustellen und lassen sich teurer verkaufen. Ein Bomben-Geschäft!

Uns als Gesellschaft kostet dieses groteske Geschäftsmodell Gesundheitskosten von 20 Milliarden Euro jährlich. Das sind knapp 55 Millionen Euro an jedem einzelnen Tag. Horrende Kosten für uns alle, mitverursacht durch die Lebensmittelwirtschaft!

Warum macht die Lebensmittelindustrie das?

Ganz einfach: Weil sie es darf! Unsere Politiker halten die Füsse still (auch in der Schweiz) und scheinen auch in diesem Fall ihre Entscheidung zwischen unseren Interessen und denen der grossen Wirtschaftsunternehmen bereits getroffen zu haben – obwohl Wissenschaftler und Ärzte bis hin zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor den Folgen von Fehlernährung, Übergewicht und Fettleibigkeit warnen.

Eltern, Lehrer, Schüler, Ärzte – wir alle strengen uns im Alltag an, um unserer Verantwortung für gesunde Ernährung gerecht zu werden – aber die Lebensmittelindustrie geniesst von Seiten der Politik Narrenfreiheit. Dabei ist die Industrie ebenso in der Pflicht wie wir alle. Doch unsere Politiker entlassen sie bislang aus dieser Verantwortung.

Was kann ich tun?

Ein neues „Präventions“-Gesetz soll noch dieses Jahr im Bundestag verabschiedet werden. Man sollte meinen, Übergewichtsprävention ist in den Gesetzesplänen bereits als Gesundheitsziel verankert – doch weit gefehlt. Und auch von der Verantwortung der Lebensmittelindustrie steht bislang noch kein Wort in diesem Gesetz. Noch nicht! In wenigen Tagen werden die Gesundheitspolitiker im Bundestag über das Gesetz beraten!

Wenden Sie sich deshalb bitte heute an Ihre gewählten Politiker, die für Ihre Interessen im Bundestag / Bundeshaus sitzen.

Quelle: foodwatch.de – Unterzeichnung der Petition