Grundnahrungsmittel: Kartoffeln

Kaufen Sie NUR frische Kartoffeln in Bioqualität aus der Schweiz.

Paradox: Kartoffeln werden aus Ländern importiert, die unter Wassermangel leiden, und weil sich keiner leisten kann, dass die lange und wegen der Kühlung auch teuer gelagerten Kartoffeln am Ende im Futtertrog von Rindern oder in Bio-Gas-Anlagen landen, bauen die deutschen Landwirte weniger an, als sie könnten.

Viele unserer Grundnahrungsmittel sehen wir als selbstverständlich an. Selten denken wir ernsthaft über ihre Herkunft nach. Rund um die Welt setzen sich in der Landwirtschaft westliche Anbaumethoden durch: Monokulturen sogenannter Hochertragssorten in Verbindung mit einem hohen Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden und Wasser. Kaufte man früher auf dem Markt oder beim Gemüsehändler, bringen heute die Discounter mehr als die Hälfte des privaten Konsums an den Kunden, Tendenz weiter steigend. Dabei geht die Vielfalt verloren.

Kartoffeln zählen weltweit zu unseren wichtigsten Nahrungsmitteln. Sie wachsen nahezu überall, sind nahrhaft, gesund und schmackhaft – doch durch die Monokulturen wird die Kartoffel immer anfälliger gegen Erkrankungen. Phytophthora infestans – so heißt der Erreger der Kraut- und Knollenfäule, die zu den wichtigsten Kartoffelkrankheiten zählt. Der kleine Pilz verursacht weltweit Ernteeinbußen von etwa zwanzig Prozent. Seine Bekämpfung ist aufwändig und belastet die Umwelt, auch im Öko-Landbau. In den USA wurde 2015 und in Kanada im März 2016 die erste phytophthora-resistente gv-Kartoffel für den Anbau zugelassen, Testfelder gibt es bereits auch in Europa. 

Wir haben einen neuen Tiefpunkt erreicht. Einem McDonald’s-Lieferanten wurde die neue Gen-Kartoffel genehmigt, weil diese so gesund sein soll. Und das ist kein Witz, demnächst gibt es vielleicht die neuen „gesunden“ Pommes auch in Fastfoodketten.

Als Grundnahrungsmittel leistet die Kartoffel weltweit einen unentbehrlichen Beitrag zur Ernährung. Wir haben uns erneut auf Spurensuche begeben und es wird immer doller mit der Knolle: erschreckend!

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Quelle: netzfrauen.org

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